Rostige Kopfzierde

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Bild von S. Hermann & F. Richter auf Pixabay

Wer Haimart regelmäßig konsumiert, sollte schon aufgefallen, dass wir dem Kapitalismus sehr kritisch gegenüberstehen. Hervorzuheben ist ebenfalls das Gespräch zwischen der Zeit und Kühnert vom 1. Mai 2019. Konkret geht es Kühnert darum, dass wir die Bedürfnisse der Menschen wieder mehr in den Vordergrund rücken. Dabei müssten alle Akteure der Gesellschaft demokratisch legitimiert sein. Generell lehnen wir das Bestreben im Kapitalismus ab. Die neoliberale Ideologie gibt vor, dass sie keine ist, sondern nur die Leistung jeden einzelnen in den Fokus nimmt.

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Von #Flugscheiße und fliegenden Tintenpatronen

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Heute hatte ich die Nachbesprechung mit meinem Schulleiter und meinem Ausbilder in Biologie. Ich versuchte die erreichten Lernziele aufzuzeigen, als er mich unterbrach. Die Schüler hätten gut mit gemacht, hätten bei den Rätsel zur Mitose hauptsächlich geraten, weil sie aufgrund fehlenden Wissens nicht systematisch vorgehen können.

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Wie eine Blume

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Bild von Wendy Corniquet auf Pixabay

Als ob die Parabel der Müllsäcke und das Disziplinproblem in meinen Biologiekursen nicht schon schrecklich genug wäre, wurde ich heute von meinem Schulleiter angesprochen. Wenn ich fertig kopiert hätte, würde er mich gern sprechen. Nach dem Kopieren für meine so toll vorbereitete Unterrichtsstunde zur Bioethik kam er gleich zur Sache.

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Die Kosten offener Entscheidungen

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Bild von Arek Socha auf Pixabay

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Ganz gleich, ob es sich um das Anbahnen einer neuen Romanze geht und wir sie mit unserer alten nur noch rudimentär funktionierenden Beziehung vergleichen oder ob wir überlegen, ob wir einen Jobwechsel in Betracht ziehen. Wir tun uns damit schwer, aber nach reichlich abwägen, sollte man doch meinen, dass wir rational handeln, oder?

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Neue Trümpfe

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Die Sommerferien nahen. Mittlerweile empfinde ich es auch nicht mehr als Bedrohung. Die letzten Tage waren extrem anstrengend. Es kostet mir immer wieder Mühe auf meine Gesundheit zu achten. Das Halbjahr war so kurz, dass ich einige Schüler wegen ihrer Betriebspraktika nur 5 Wochen unterrichten konnte, wovon auch sie manchmal noch gefehlt haben. Es hat auch eine Zeit gedauert sie kennenzulernen und wissen, welche Art von Unterricht sie einfordern. Gerade das Gestalten von Doppelstunden fällt mir noch schwer. Sie erfordern viel Struktur und da reicht ein fetziger Einstieg nicht aus. Und kommt es zu einem Fehlstart kann ich als Anfängerin nur schwierig gegensteuern. Es ist daher vielleicht nicht verwunderlich, wenn meine neunte Klasse gegen mich rebelliert.

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Zweischneidiges Schwert

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Mein letzter Unterrichtsbesuch in Biologie war didaktisch eine Katastrophe. Ausbildungstechnisch allerdings eine Offenbarung. Mir wurde klar, wieso mein Unterricht in den letzten Monaten nicht richtig funktionieren wollte. Mir wurde das zweischneidige Schwert der Erkenntnis in den Seminaren überreicht. Theoretisch weiß ich jetzt, wie ich guten Unterricht plane, allerdings fällt mir das Umsetzen in der Praxis schwer. Zwar ist nichts praktischer als eine gute Theorie, aber wenn Theorie und Praxis nicht Hand in Hand gehen, dann bleibt nur das Schwert im Fleische stecken. Ich kann zwar rein wissenschaftlich erklären, was verletzt wurde, aber das entfernt auch nicht die Klinge.

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Im Freien Fall

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Zwei Seminare. Zwei Unterrichtsstunden. Und am Ende des Tages bleibt nur der Druck auf meinen Lungen. Ich atme. Ich lebe aber zurzeit nicht. Wahrscheinlich möchte meine Lunge mich nur an zweierlei erinnern. Für ein Leben braucht es mehr als den Gasaustausch von Kohlenstoffdioxid und Sauerstoff und suche dir einen Ausgleich. Es muss mehr geben als Aufstehen, Essen, Arbeiten, Essen, Arbeiten, Schlafen. Auch wenn ich mir das alles nicht so zu Herzen nehmen wollte, ist meine Bilanz nach zwei Monaten wieder im Schuldienst ernüchternd. Ich nehme es mir jetzt halt auf die Lungenflügel.

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Mutter Erde die Hand reichen

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Die Frage nach dem Ursprung des Leids ist eine sehr alte. Bereits in der Bibel wird die Geschichte von Hiob erzählt. Im Kern geht es um die Frage, ob die Frömmigkeit eines Menschen mit Glück belohnt werden könnte, oder ob eben das empfundene Glück zur Frömmigkeit beitragt. Daher wetten Gott und der Teufel, dass Hiob auch weiterhin gläubig bleibt, selbst wenn Hiob das Leben zur Hölle gemacht werde und er eine Hiobsbotschaft nach der anderen erhält. Ihm wird also unschuldig großes Unglück gebracht. Zunächst verliert Hiob eine Menge Materielles, aber der Schrecken macht auch vor seiner Familie nicht halt. Und er verliert sie und erst am Ende als alles verloren scheint, greift Gott ein und schenkt ihm Genesung, eine neue Familie und vermehrten Reichtum.

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