Es ist an der Zeit

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Bild von Prince C auf Pixabay

Das Referendariat ist doch eine seltsame Zeit. Zuerst denkst du, dass du alles kannst, wenn du von der Uni kommst. Du fühlst dich beflügelt. Dann bemerkst du, dass du doch nichts kannst, weil sich dein Theoriewissen als wenig praktisch erweist. Die ganze Zeit denkst du dann, dass du ein Hochstapler bist, weil die guten Noten aus der Uni hier nichts mehr bedeuten. Du schämst dich vor Kollegen. Du schämst dich vor deinen Ausbildern.

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Beklemmend euphorisch bis stolz dystopisch

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Bild von Stefan Keller auf Pixabay

Heute hatte ich wieder an meiner Examensstunde gewerkelt. Die Arbeitsblätter und die Hilfen stehen schon. In Chemie ist sogar schon der Großteil des theoretischen Gesülzes fertig. Ich bin sogar etwas stolz auf das, was ich geschaffen habe und spüre doch etwas Glück. Es klingt komisch, aber ich freue mich schon etwas auf den Endkampf.

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Im Auge des Sturms

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Bild von Comfreak auf Pixabay

Übungsschüler. Meine Schüler sind nur Übungsschüler, für später, wenn ich mal richtige Schüler bekommen sollte. Und damit widerspreche ich ganz klar meinen Idealen, warum ich mir vorgenommen hatte Lehrerin zu werden. Heute hatte ich wieder eine dieser Stunden. Die Schüler hatten den Wunsch geäußert, dass die Notengebung transparenter wird und wollten forderten mehr Abwechslung in meinem Unterricht.

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Wieder an Deck

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Bild von Andry Richardson auf Pixabay

Das Wochenende war nach dem Grundlaufen etwas kurz, aber ich habe mich jetzt wieder gefangen. Morgen ist ein neuer Tag an Deck. Verwundert bin ich immer noch über das seltsame Ausbildungssystem. Ich habe jetzt etwa 11 Stunden nur daran gesessen meine Gedanken zu dem erstellten Material zu bündeln. Und am Ende kann das mein Ausbilder nicht kontrollieren, was ich über die Lerngruppe schreibe. Ich muss also faseln. Es ist fernab von jeder Realität nach dem Referendariat.

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Verfärbtes Selbstbild

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Auch wenn bisher häufig unterschätzt nimmt die Bedeutung der Krankheit Depressionen immer weiter zu. Depression ist heute weltweit die Hauptursache für Lebensbeeinträchtigung. Mit Sorge ist die steigende Anzahl der Menschen mit Depressionen erkrankter Menschen zu beobachten. Relativ inflationär wird depri als Umschreibung für einen schlechten Tag. Der entscheidende Unterschied ist, dass ein schlechter Tag schnell vergeht, aber die Depressionen bleiben. Verstärkend kommt hinzu, dass es bei Depressionen mit jedem Tag der Schatten wächst. Zunächst fühlen sich Betroffene dem Beruf nicht mehr gewachsen. Irgendwann wird der Schatten so lang, dass sie tatsächlich nur noch neben sich stehen und wenn sie unter Beobachtung sind, tatsächlich ihre Arbeitsstelle verlieren, wenn sie sich nicht rechtzeitig Hilfe holen.

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Moderne Sklaverei

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Weil ich im Januar nur geringfügig gearbeitet habe, hatte ich Hartz IV beantragt, weil ich von meinem Gehalt als Nachhilfelehrerin nicht leben konnte. Nun zwei Monate später entscheidet mein Arbeitsamt, dass ich gar nicht arbeitslos war im Januar. Ich habe doch als Nachhilfelehrerin und als Referendarin gearbeitet. Dabei habe ich dem Arbeitsamt meine Ernennungsurkunde geschickt, aus welcher hervor geht, dass ich erst ab Februar arbeite. Als Beamtin wurde ich nur schon am 31.01. im Voraus bezahlt. Es gelte aber das Zuflussprinzip. Ich habe im Januar Geld bekommen und damit nicht mehr arbeitslos.

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