Mein Zweites Herz

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Bild von ArtTower auf Pixabay

Kurz vor dem Examen stelle ich soviel in Frage. Ich wollte ursprünglich Neurowissenschaftlerin werden. Melancholische Klänge von einem meinem Lieblingsspiele, Deus Ex – Menschliche Revolution, begleiten das Rattern der Tastatur.

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Verblasste Visionen

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Ursprungsbild von Enrique Meseguer auf Pixabay

Als damals mein Abitur gemacht hatte, war ich plan- und orientierungslos. Ich bin die erste, die von meinen direkten Vorfahren studiert hatte. Ursprünglich hatte ich auch gar nicht vor zu studieren. Ich hatte mich für eine Ausbildung beim Zoll, bei der Polizei und bei Amtsgerichten beworben. Schon damals hatte ich das Gefühl, dass meine Fähigkeiten sehr begrenzt sind, und dass ich mit meinen begrenzten Fähigkeiten am besten bei Vater Staat anfange.

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Das revolutionäre Zahnrad

 

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Ursprungsbild von Enrique Meseguer auf Pixabay

Jeder Mensch schreibt klammheimlich seine Biographie. Spielt die Hauptrolle in seinem Film. Und führt dabei Regie. Und doch fühlt sich meine Hauptrolle unbedeutend an. Ich fühle mich passiv in meinem eigenen Leben. Ich versuche eine gute Lehrerin zu sein und doch sagt mir mein Körper, dass ich wieder gestresst bin. Ich musste vorletzte Woche Zwischennoten geben und nun stehen noch zwei Unterrichtsbesuche an.

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Schlösser im Sande der Zeit

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Anfang der Woche hatte ich eine Epost bekommen, in welcher ein stellvertretender Schulleiter mir eine Festanstellung anbot. Das Ganze scheint mir wie der Hohn. Einerseits sollte es mich doch freuen, aber es konfrontiert mich gerade in meiner schlechten Verfassung mit meinem Prüfungstag im Januar. Zunächst hatte ich das einige Tage vor mir hergeschoben, aber sich totstellen, ist wohl keine Option. Aber ich möchte eigentlich wieder zurück in meine Heimat, 450 km fort von hier. Reagiere ich nicht, dann habe ich nach dem Bestehen vielleicht keine Arbeit, wenn ich nicht sofort wieder etwas in der Heimat finde. Reagiere ich doch, dann fühlt es sich an wie soziale Zwänge.

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Freudensprünge.

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Bild von Pexels auf Pixabay

Heute hatte ich meine letzte theoretische Prüfung im Referendariat. Damit habe ich 2 von 5 Teilen mit 1,8 bestanden. Eigentlich sollte mir das Bestätigung geben. Meine Ausbilder loben meine außerordentliche Reflektionsfähigkeit. Und doch bin ich etwas von mir enttäuscht. Über die Prüfung zu Unterrichtsstörungen habe ich nur eine 2,5 bekommen.

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Selbstoptimierung VI – Klassenführung

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Bild von Johann Bret Bautista auf Pixabay

Meine letzte Reflexion zur Selbstoptimierung hatte ergeben, dass ich vor allem in der Klassenführung besser werden muss. Bezüglich dieser neuen Herausforderung habe ich wieder etwa 60 € in die Hand genommen, um mir Literatur zu kaufen. Was mich an meiner universitären Ausbildung immer wieder wundert, dass gerade so elementare Inhalte wie Klassenführung nicht behandelt wurden. Stattdessen wurden wir mit einer Pädagogik beschäftigt, die es am interessantesten empfand, möglichst theoretisch oder historisch zu sein.

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Eltern zu Müllsäcken

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Bild von Free-Photos auf Pixabay

Wie auch bei den Känguruchroniken gibt es auch bei den Müllsackgeschichten eine Fortsetzung. Die Elternvertreter hatten mich um einen Termin gebeten. Ich hatte die Klassenlehrerin informiert, welche sich bei mir noch einmal melden wollte. Leider war sie zwischenzeitlich erkrankt, sodass ich mit diesem Problem allein war. Ich erhielt dann am Sonntag um 23.00 noch einmal eine Einladung für die Elternversammlung für Montag 18.00 oder 18.30. Ich las die Email um 17.30 und habe sofort geantwortet, dass es jetzt vermutlich zu kurzfristig wäre und bat um einen neuen Termin und machte gleichzeitig einige Vorschläge.

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Weisshaupt und der Beißer

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Ursprungsbild von 139904 auf Pixabay

Gestern hatte ich endlich die Gelegenheit den Beißer kennenzulernen. Letztes Schuljahr hatte Fräulein Weisshaupt stets erst ab der 5. Stunde unterrichtet und der Beißer ist nur von der 1. bis zur 4. Stunde unterrichtsfähig. Mit dem neuen Halbjahr bekam auch ich einen neuen Stundenplan. Jetzt habe ich seine Klasse in der 3. Stunde. Über den Schüler hatte ich bereits eine Menge gehört. Er hatte nicht nur eine Kollegin gebissen, sondern auch versucht den Schulleiter anzugreifen.

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Neue Trümpfe

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Die Sommerferien nahen. Mittlerweile empfinde ich es auch nicht mehr als Bedrohung. Die letzten Tage waren extrem anstrengend. Es kostet mir immer wieder Mühe auf meine Gesundheit zu achten. Das Halbjahr war so kurz, dass ich einige Schüler wegen ihrer Betriebspraktika nur 5 Wochen unterrichten konnte, wovon auch sie manchmal noch gefehlt haben. Es hat auch eine Zeit gedauert sie kennenzulernen und wissen, welche Art von Unterricht sie einfordern. Gerade das Gestalten von Doppelstunden fällt mir noch schwer. Sie erfordern viel Struktur und da reicht ein fetziger Einstieg nicht aus. Und kommt es zu einem Fehlstart kann ich als Anfängerin nur schwierig gegensteuern. Es ist daher vielleicht nicht verwunderlich, wenn meine neunte Klasse gegen mich rebelliert.

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Baden gehen im Nebel

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Ursprünglich wollte ich mal Neurowissenschaftlerin werden. Es war für mich unbedeutend, dass dort nur Kurzzeitverträge vergeben werden. Meine beiden Abschlussarbeiten hatte ich in der Neurobiologie geschrieben. Ich wollte verstehen, wie wir aus Atomen bestehend, in der Lage sind dies zu erfassen und darüber nachzudenken. Und das alles, ohne, dass wir die Atome mit unseren Sinnen erfassen können. Jedes Atom für sich ähnelt einem Baustein, wie Lego, der zusammengesetzt eine neue Figur abbildet. Lego und wir bestehen beide aus Kohlenwasserstoffen. Bei uns haben sich noch andere Elemente dazu gesellt, aber wir sind im Gegensatz zu den Legosteinen ein Haufen mit einem Bewusstsein.

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