In welcher Gesellschaft wollen wir leben?

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Bild von Stefan Keller auf Pixabay

Auch in der aktuellen Debatte um Hartz IV und das menschenunwürdige Sanktionieren oder die Grundrente verrennen wir uns schnell in Grundsatzdiskussionen. In was für einer Gesellschaft wollen wir leben? Vergessen wir für einen Moment die Zahlen. Bevor wir ein vollständiges Konzept ausarbeiten, sollten wir uns fragen, wie wir den Hunger nach Gerechtigkeit stillen können. Hinter all den Fragen steht: Was ist der Mensch?

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Glücksspiel der Genetik

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Bild von Darko Stojanovic auf Pixabay

Vor gut 20 Jahren, damals 1996, wurde das erste Säugetier, ein Schaf, geklont. Obwohl mittlerweile in der Pferde- und Rinderzucht ist es um diese Technologie stiller geworden. Letztes Jahr war es chinesischen Wissenschaftler gelungen Affen zu klonen. Beim Klonen wird eine entkernte Eizelle mit dem Zellkern einer Zelle des zu klonenden Individuums vereinigt und danach mit Strom stimuliert, sodass die Eizelle sich zu teilen beginnt. Nach einigen Teilungen wird sie dann einer Amme eingepflanzt. Der Klon entspricht dann genetisch fast dem zu klonenden Individuum. Es unterscheiden genetisch sich bloß die Mitochondrien, welche immer mit der Eizelle weitergegeben werden.

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Sisyphusarbeit ohne Stress

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Jeder zweite Deutsche fühlt sich vom Ausbrennen bedroht. In der gleichen Umfrage gaben 87% der Befragten an sich gestresst zu fühlen. Der Begriff wird häufig im Alltag genutzt ohne genau zu klären, was sich hinter den Buchstaben versteckt. In der aktuellen Stressforschung wird häufig das das transaktionale Stressmodell von dem amerikanischen Stressforscher Lazarus verwendet.

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Im Freien Fall

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Zwei Seminare. Zwei Unterrichtsstunden. Und am Ende des Tages bleibt nur der Druck auf meinen Lungen. Ich atme. Ich lebe aber zurzeit nicht. Wahrscheinlich möchte meine Lunge mich nur an zweierlei erinnern. Für ein Leben braucht es mehr als den Gasaustausch von Kohlenstoffdioxid und Sauerstoff und suche dir einen Ausgleich. Es muss mehr geben als Aufstehen, Essen, Arbeiten, Essen, Arbeiten, Schlafen. Auch wenn ich mir das alles nicht so zu Herzen nehmen wollte, ist meine Bilanz nach zwei Monaten wieder im Schuldienst ernüchternd. Ich nehme es mir jetzt halt auf die Lungenflügel.

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Didaktisches Feuerwerk und Blendgranaten

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Glück ist, wenn man glücklich ist. Doch bin ich glücklich? Am Tag des Glücks hatte ich tatsächlich ein Hoch. Mir wurde eine Menge aus meinem kaiserlichen Erstreferendariat angerechnet und auch das Arbeitsamt hatte beschlossen mich doch nicht zu versklaven. Mein Barometer stand die letzten Tage auf 90%. Jetzt nach zwei schlechten Stunden am letzten Freitag muss ich es nüchterner betrachten. Die neue Prognose lautet 81%. Ich gehe zwar immer noch davon aus, dass ich es schaffe, aber ich freue mich schon auf die Feiertage mit meiner Familie, um meinen Energiespeicher wieder aufzufüllen.

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Mutter Erde die Hand reichen

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Die Frage nach dem Ursprung des Leids ist eine sehr alte. Bereits in der Bibel wird die Geschichte von Hiob erzählt. Im Kern geht es um die Frage, ob die Frömmigkeit eines Menschen mit Glück belohnt werden könnte, oder ob eben das empfundene Glück zur Frömmigkeit beitragt. Daher wetten Gott und der Teufel, dass Hiob auch weiterhin gläubig bleibt, selbst wenn Hiob das Leben zur Hölle gemacht werde und er eine Hiobsbotschaft nach der anderen erhält. Ihm wird also unschuldig großes Unglück gebracht. Zunächst verliert Hiob eine Menge Materielles, aber der Schrecken macht auch vor seiner Familie nicht halt. Und er verliert sie und erst am Ende als alles verloren scheint, greift Gott ein und schenkt ihm Genesung, eine neue Familie und vermehrten Reichtum.

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Verfärbtes Selbstbild

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Auch wenn bisher häufig unterschätzt nimmt die Bedeutung der Krankheit Depressionen immer weiter zu. Depression ist heute weltweit die Hauptursache für Lebensbeeinträchtigung. Mit Sorge ist die steigende Anzahl der Menschen mit Depressionen erkrankter Menschen zu beobachten. Relativ inflationär wird depri als Umschreibung für einen schlechten Tag. Der entscheidende Unterschied ist, dass ein schlechter Tag schnell vergeht, aber die Depressionen bleiben. Verstärkend kommt hinzu, dass es bei Depressionen mit jedem Tag der Schatten wächst. Zunächst fühlen sich Betroffene dem Beruf nicht mehr gewachsen. Irgendwann wird der Schatten so lang, dass sie tatsächlich nur noch neben sich stehen und wenn sie unter Beobachtung sind, tatsächlich ihre Arbeitsstelle verlieren, wenn sie sich nicht rechtzeitig Hilfe holen.

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