Mehr als nur Einheitsbrei

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Bild von Santiago Manuel De la Colina Flores auf Pixabay

Ich fühle mich wie ins Paradies geworfen. Nachdem ich in Schülern in den letzten Wochen eher Monster gesehen habe, die meine inneren Dämonen beschworen haben, war ich zunächst erschreckt wie zivilisiert und diszipliniert sie waren. Sie dürsten nach Wissen und meinen, dass sie es von mir bekommen können. Ich kann endlich den Unterricht machen, den ich immer machen wollte.

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Weiterüben

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Bild von 5132824 auf Pixabay

Schon damals als junges Mädchen, als ich noch zur Schule ging, war mir klar, dass es die wenigstens Lehrer schaffen menschlich in Ordnung zu sein und fachlich kompetent zu sein. Einige Tage nach dem Scheitern beim Erstversuch fühlte ich, wie versucht wird meine Ecken und Kanten glatt zu hobeln. Betrachtet mit etwas mehr Distanz und einem anderen Blickwinkel fragte ich mich meine Berufung und meine Motivation sind.

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Im Auge des Sturms

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Bild von Comfreak auf Pixabay

Übungsschüler. Meine Schüler sind nur Übungsschüler, für später, wenn ich mal richtige Schüler bekommen sollte. Und damit widerspreche ich ganz klar meinen Idealen, warum ich mir vorgenommen hatte Lehrerin zu werden. Heute hatte ich wieder eine dieser Stunden. Die Schüler hatten den Wunsch geäußert, dass die Notengebung transparenter wird und wollten forderten mehr Abwechslung in meinem Unterricht.

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Schnell mit den alten Pferden

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Bild von cocoparisienne auf Pixabay

Wenn ich nicht mehr wie ein Pferd schufften muss, dann kann ich die eigenen Scheuklappen abzulegen. Es erlaubt mir existenzielle Fragen zu stellen, es erlaubt mir meine Entscheidungen zu hinterfragen. Schnell wird die Büchse der Pandora geöffnet, suchen die inquisitorischen Dämonen mich heim.

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Gerupfte Flügel

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Bild von Enrique Meseguer auf Pixabay

Ich lehne mich an die Felswand an. Es wundert daher nicht, dass sich die Fehler häufen. Nachdem ich das Deckblatt eines Schülers für seine Klassenarbeit verlegt habe, hat sich mein Körper heute Morgen gegönnt mal auszuschlafen. Ich hätte zum Chemieseminar gehen sollen, aber manchmal ist es schöner auszuschlafen.

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Federn gelassen.

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Bild von Myriam Zilles auf Pixabay

Vor neun Monaten machte sich die junge Idealistin Bärbel D. Weisshaupt auf, um nach erfolgreicher Fähigkeit als Dozentin über einen Umweg doch noch Lehrerin zu werden. In ihrer Freizeit redete sie stets viel von sozialer Gerechtigkeit und hatte wirklich Freude daran ihren Mitmenschen die Welt zu erklären. Alles schien so klar. Sie war beflügelt. Doch dann landete sie an einer Brennpunktschule und wird seitdem mehr und mehr von der Wirklichkeit eingeholt. Sie ist überfordert.

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Die rote Königin

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Bild von JL G auf Pixabay

Was ich mich gerade frage, ist was hat das alles für einen Sinn? Was will ich erreichen? Wer will ich sein? Und dann möchte ich mich nicht mehr mit Gerechtigkeit auseinandersetzen müssen. Dann ist mir Politik egal. Ich bin eine verfluchte Idealistin, die an der Realität scheitert. Und das bei klarem Bewusstsein. Nur die Fragen bleiben in meinem Kopf und ich hoffe darauf eine Antwort zu finden. Und doch betäube ich mich mit Nichtigkeiten und Alkohol.

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Im Schlick

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Bild von rodrigobittencurt auf Pixabay

Nachdem der Unterricht ich am Freitag auf Grund gelaufen bin, habe ich jetzt erste Elterngespräche geführt und wieder Tadel verteilt, um mich aus dem Schlick der Schande zu manövrieren. Und ich habe um Hilfe geschrien. Wie soll ich mich bei dem ganzen Wahnsinn verhalten? Nach welchen Kriterien wird eine Brennpunktschule abgestempelt?

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