In welcher Gesellschaft wollen wir leben?

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Bild von Stefan Keller auf Pixabay

Auch in der aktuellen Debatte um Hartz IV und das menschenunwürdige Sanktionieren oder die Grundrente verrennen wir uns schnell in Grundsatzdiskussionen. In was für einer Gesellschaft wollen wir leben? Vergessen wir für einen Moment die Zahlen. Bevor wir ein vollständiges Konzept ausarbeiten, sollten wir uns fragen, wie wir den Hunger nach Gerechtigkeit stillen können. Hinter all den Fragen steht: Was ist der Mensch?

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Vermögensteuer mit der SPD + wie lange noch darf die CDU jedes Gerechtigkeitsgefühl als Neid diffamieren? – Kommentar #CDU #SPD #Vermögen #Steuern #Gerechtigkeit #oben und #unten

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Bild von Winsker auf Pixabay

Bei der Debbatte um die soziale Gerechtigkeit wird sie häufig beendet, indem sie als Neiddebatte klein geredet wird. Die oft zitierte Schere zwischen Arm und Reich ist längst zu einem Lineal geworden. Die ärmste Hälfte der deutschen Bevölkerung 2,23% des Gesamtvermögens. Das ist genauso viel wie die reichsten 45 Deutschen.  Nach nicht einmal 4 Tagen haben die Vorstände der 80 größten Unternehmen so viel verdient wie ein Normalverdiener im ganzen Jahr.

Materielle Armut bedeutet nicht nur, dass von weniger Geld gelebt werden muss, sondern eben auch ein kürzeres Leben. Ist es gerecht von Neid zu sprechen, wenn Armut das Leben statistisch um 8-11 Jahre verkürzt?

 

Der Wahlberliner

Wie lange noch darf die CDU ein basales Gerechtigkeitsgefühl auf billige Art als Neid diffamieren, haben wir uns gefragt, angesichts des heutigen ZEIT-Beitrags „CDU wirft SPD ‚billige Neiddebatte‘ vor“.

Und das nur, weil die SPD es tatsächlich gewagt hat, einen Plan zur Einführung einer Vermögensteuer vorzulegen, die 10 Milliarden Euro im Jahr einbringen soll. Die CDU schafft es, einen solchen Minimalansatz als „Klassenkampf“ zu bezeichnen. Nur zur Erinnerung: Die Regierung Kohl, die ganz sicher nicht (von unten) klassenkämpferisch veranlagt war, hatte die Vermögensteuer bis 1996 einziehen lassen, damals brachte sie ca. 9 Milliarden DM jährlich ein (nicht Euro, wie im Zeit-Beitrag steht).

DIE LINKE hatte im Wege der Erstellung ihres Bundestagswahlprogramms 2017 ein „Gegenfinanzierungsmodell“ für die Kosten ihrer sozialen Forderungen entworfen, in dem eine Vermögensteuer als Geldquelle benannt war, die pro Jahr 80 Milliarden Euro in die Kassen fließen lassen sollte. Nur zum Vergleich. Selbst dies ist kein Klassenkampf…

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Vom Pferd erzählen

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Bild von annca auf Pixabay

Was ist hier los? Was ist passiert? Der Magen denkt. Das Herz pariert. Was ist hier los? Ist das normal? Erst kommt das Fressen. Und dann kommt die Moral. Es stehen drei große Pferderennen in Brandenburg, Thüringen und Sachsen an. Doch anstatt das über Inhalte und Ideen zu sprechen, vergleichen wir nur die Länge des Balkens zur Sonntagsfrage. Die Politiker eilen wie in einem Pferderennen von einem Etappensieg zum nächsten und werfen dabei die Last der Inhalte ab.

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#NiewiederCDU? #Großdeutschland versetzt seine Grenze des Sagbaren

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Bild von Sabine Schulte auf Pixabay

Vor 16 Monaten entschieden wir uns die Nachrichtenlage kritischer zu betrachten und die dekontextalisierten Zusammenhänge wiederherzustellen. Es wurde der Dosenöffner an der Sardinenbüchse der Gerechtigkeit geschmiedet. Damals wurde der erste Artikel auf Haimart veröffentlicht. Es war noch unklar, wohin Haimart sich im Haifischbecken schwimmen sollte. Aus dem Gefühl heraus war noch ohne Quellenangabe der erste Artikel entstanden.

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Ihr habt Euer Ziel erreicht

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Bild von William Iven auf Pixabay

Mittlerweile gehen 82 % des weltweiten Vermögenszuwachses an das reichste Prozent. Das oft skizzierte Bild des auseinander Klaffens der Schere zwischen arm und reich ist so oft bemüht worden, dass sie mittlerweile stumpf ist. Wir nehmen das Ammenmärchen von Leistungsgerechtigkeit als scharfe Analyse wahr. Was oft genug gesagt wird, brennt ich in unser Hirn. Auch wenn es sich hierbei um Irrlichter handelt. Wie konnte es so weit kommen, dass unser Verstand so benebelt wurde? Aber warum bleiben wir so stumm, wenn die Ungerechtigkeit so schreit?

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@IWF warnt vor #Ungleichheit in #Deutschland

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Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Deutschland- Ungleichland: Daran haben wir uns gewöhnt. Vor einem Jahr zeigte 3Sat wie groß die Schere zwischen arm und reich auseinander klafft. Passend dazu empfahl vor einigen Tagen das Haimart Kollektiv einen Vortrag von Mausfeld. Wir sollen glauben, dass wir noch immer im Paradies sind und dass unser System des neofeudalen Kapitalismus alternativlos ist. Dazu sind wir auch gern bereit uns weiter in links und rechts spalten zu lassen und in aktuellen Anlässe gegeneinander ausspielen zu lassen und merken gar nicht, dass das Paradies nur ein Hologramm ist und wir für seinen Strom noch in die Pedalen treten müssen.

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Eigenverantwortlich aufhören zu wohnen

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Aktuell wird in Berlin über die Enteignung von Immobiliengroßbesitzern gesprochen. Sofern wird das Horrorgespenst des Kommunismus geweckt. Dabei ist die Enteignung im Grundgesetz geregelt. Für den Bau von Autobahnen und Flughäfen auch regelmäßig durchgeführt, scheint das Recht auf bezahlbaren Wohnraum nicht gedeckt. In den sozialen Medien wird debattiert, dass ein solches Vorgehen doch die freien Märkte gefährden würde. Es wird gelästert, dass Berlin doch schon so arm wäre und sich gar nicht den Rückkauf leisten. Und selbst wenn, dann würden das Land doch die Wohnungen wieder vernachlässigen.

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