Stummer Schrei nach #sozialerGerechtigkeit

child-1099770_1920
Bild von Prawny auf Pixabay

Heute war ein interessanter Tag. Ich hatte eine ausführliche Diskussion zum Mietenwahnsinn in Berlin und dem Mietendeckel. Meine Position, dass bei einem unelastischen Gut wie dem Wohnen nicht dem Markt freie Hand gelassen werden sollte, wurde von scheinbar netten Kleinvermietern klein geredet. Sie hatten mehrmals versucht meine Unzufriedenheit auf das System umzulenken. Ich solle mir doch die Gehälter unserer Abgeordneten ansehen. Gleichzeitig forderten sie von den Politikern aber Anreize ihre Wohnungen klimafreundlicher zu sanieren. Einer hatte sogar versucht Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit gegeneinander auszuspielen. Ein anderer versuchte mir zu erklären, dass ich doch Mehrwert schaffen sollte, statt zu zwitschern.

Was mich bei all dem wundert, ist, dass das Thema Mietenwahnsinn so wenig Menschen anspricht. Die meisten Deutschen wohnen zur Miete und der Anteil vom Lohn zur Zahlung der Miete steigt. Die Mieten steigern zurzeit schneller als die Löhne. Trotzdem scheint das Thema Mietenwahnsinn nicht wirklich interessant zu sein. Empfehlenswert finde ich die Beiträge des Wahlberliners. Er hatte mich überhaupt in den Sumpf des Mietenwahnsinns gezogen. Was mir allerdings auffiel, dass die doch so freundlichen Kleinvermieter keine wirklich eine Lösung angeboten, sondern haben nur um Mitleid und Staatshilfen geschrien. Wenn ich mir eine Immobilie kaufe, kann ich auch nur einen kleinen Bruchteil für die Sanierung steuerlich absetzen. Mit welchem Recht sollten Vermieter gegenüber den anderen Bürgern bevorzugt werden? Letztendlich fordern die freundlichen Vermieter, dass unsere Steuergelder dafür verwendet werden ihre Häuser zu sanieren, um danach unsere Miete zu erhöhen, weil es ja bessere Wohnungen danach sind. Mit anderen Worten sollen wir doppelt zahlen, während der Vermieter die Gewinne der Wohnung natürlich nicht refinanzieren braucht. Mich macht ein solches System nur krank. Ich überlege auch, ob ich noch weiter auf solche Menschen mich einlasse. Das ganze kosten Zeit und Kraft. Und dann überlege ich mir, dass solche netten Menschen es nur wollen, dass die Stimme der Gerechtigkeit verstummt. Ich möchte vor Ungerechtigkeit schreien, aber bleibe ich stumm. Was bleibt mir? Der Blog und die Flucht vor der Realität, dem Neobiedermeier.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Create a website or blog at WordPress.com

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: