Wenn die #Angst vor #HartzIV uns zu #Sklaven macht

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Bild von Stefan Keller auf Pixabay

Anfang des Jahres hatte Arbeitsminister Heil angekündigt Hartz IV reformieren zu wollen. Er forderte eine Hilfe auf Augenhöhe. Besonders problematisch seien die Sanktionen. Zusammengerechnet betragen alle Leistungen, die ein Arbeitsloser bekommt auf etwa 1037,36 € pro Monat. Es stellt laut Berechnungen das Existenzminimum dar. Sollte das Einkommen unterhalb dieser Grenze fallen sei die Existenz nicht mehr menschenwürdig. Trotzdem dürfen die Almosen im Sinne von Sanktionen vom Staat gekürzt werden, wenn der Arbeitslose wenig kooperativ ist. Möglich wäre dies bei Nichterscheinen von Terminen oder dem Ausschlagen von Arbeitsangeboten.

Der Druck auf die Arbeitslosen ist also groß eine Arbeit wieder anzunehmen. Unaufhaltsam steigt der Anteil der Menschen, die im Niedriglohnsektor, aktuell 2203 Brutto im Monat, arbeiten. Davon bliebe Netto 1502,67 € übrig. Selbst die Arbeit zum Mindestlohn bei Vollzeit fällt in diese Kategorie. Aktuell beträgt der Mindestlohn 9,19 Brutto. Bei einer Vierzigstundenwoche und 4,3 Wochen im Monat ergibt sich ein Gehalt von 1580,68 €. Werden davon noch Steuern bezahlt ergeben sich 1.164,21 €. Das sind 126,85 € im Monat mehr als ein Arbeitsloser.  Bei durchschnittlich 21,5 Arbeitstagen pro Monat ergibt es pro Arbeitstag etwa 5,90€. Rein wirtschaftlich scheint es sich also nicht zu lohnen für den Mindestlohn zu arbeiten. Aktuell arbeiten 19,3 % unterhalb der Armutsschwelle. Wie groß muss also der Druck auf die Arbeitslosen sein wieder eine Arbeit aufzunehmen? Wie groß muss der Druck auf die Arbeiter sein, dass sie sich so sehr vor Hartz IV fürchten? Und wie groß ist der Druck auf Herrn Heil diese Umstände zu ändern?

15 Kommentare zu „Wenn die #Angst vor #HartzIV uns zu #Sklaven macht

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  1. Tja, als „arbeitsloser Bonze“ mußt du nur 600.000 € auf dem Konto haben, bei schlappen 1,5% Zinsen um diese Leistungen zu ergattern, ohne irgenwelche Repressalien … (;-)
    Schöne neue/alte Welt!, welche tolle Einladung, den Links-Parteien von CDU bis zur Linken beizutreten und diese zu wählen…

    Alles Liebe,
    Raffa.

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      1. Nee, Fräulein Lehrkraft,

        dies ist nur ein Beispiel, wie charmant es in diesem System abgeht…
        Wie Fronten aufgebaut werden und eine Entsoldarisierung von homogenen Gesellschaften zurecht „geschustert“ werden, um das gewünschte faschistoide System (leider von den neuen Linken in atemberaubenden Widerspruch) zu „platzieren“.
        Hätte ich solch´ein Summe, würde es in etwas investiert, was für Autarkie und wahre Begeisterung steht.

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          1. Wenn man die Regeln auch sinnig erklären kann und eben dieser Sinn sich in das (große) Zusammenleben ersichtlich einbindet. Das ist in den Dressur- und Indoktrinierungsanstalten halt scher – die Kinder haben da einen Instinkt und rebellieren noch …

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          2. Ganz ehrlich sind das Regeln für das Zusammenleben. Es ist nichts übernatürliches. Die Schüler sollen ruhig arbeiten. Sie sollen einander mit Respekt behandeln. Sie sollen sich ausreden lassen. Sie sollen nicht am Mobiltelefon spielen. Und sie sollen nicht durch den Raum laufen oder Gegenstände werfen.

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