Auf dem Weg nach #oben

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Bild von Free-Photos auf Pixabay

Ich bereite Unterricht vor, für den sich die Schüler nicht interessieren und dann denke ich mir, warum tust du dir das ganze an. und dann sage ich mir, dass ich mal ideale hatte und nun irgendwie in den Bildungssektor gerutscht bin. Und sollte ich das Leben hassen?

Als Lehramtsanwärterin habe ich etwa 1100€ netto. Sollte ich scheitern, dann wartet auf mich Hartz IV und etwa 1050€. Ich habe nichts zu verlieren. Es soll jetzt nicht heißen, dass ich aufgeben möchte, aber meine Situation wird sich nur ändern bei Erfolg. Bei Misserfolg wird alles wieder wie es war. Materiell habe ich nur äußerst geringe Ansprüche.

Ich bin weich. Es fällt mir schwer eine Klasse von vernachlässigten Intelligenzverweigeren zu führen. In mir tobt selbst der Widerspruch, dass ich zum einen Teil des Systems werde, welches ich ablehne und zum anderen der Wunsch etwas Sinnvolles zu tun. Vielleicht das System von innen zu zersetzen? Ich spüre die kalte Hand des Marktes an der meiner Schulter. Ich dreh mich um, zieh mich aus. Vielleicht bin ich zu weich zum Führen, vielleicht bin ich zu weich für den Kapitalismus. Ich schaue ihm ins Gesicht. Wovor sollte ich noch Angst haben? Kann ich bei so einer Ausgangslage nicht nur gewinnen?

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