#SozialeGerechtigkeit Hand in Hand mit dem #Umweltschutz

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Verrückt ist der, der immer die gleichen Dinge tut, aber andere Ergebnisse erwartet. Daher sollten wir fernab von den Medien propagierten Alternativlosigkeit des Kapitalismus und der damit verbundenen Ungerechtigkeit und der Scheindemokratie über gesellschaftliche Alternativen nachdenken.

Dazu gehört auch die Reduzierung der Wochenarbeitszeit. Sie würde auch zu mehr Zufriedenheit und weniger psychischen Erkrankungen führen. Gleichzeitig könnte sogar der Lohn steigen, weil Arbeitskräfte wieder knapper werden.

Was der ganzen Utopie jedoch im Wege steht, sind unsere Überzeugungen, dass es doch ein zu großer Eingriff in den Markt wäre und auf lange Sicht den Wirtschaftsstandort Deutschland gefährden könnte. Die Frage die sich nun stellt, ist ob wir für die Wirtschaft oder die Wirtschaft für uns da ist. Lassen wir uns nicht länger von Irrlichtern blenden! Neben den sozialen Effekten hätte die Reduzierung der Wochenarbeitszeit auch einen positiven Einfluss auf die Umwelt.

Der Wahlberliner Thomas Hocke veröffentlicht auf seinem Blog zur aktuellen Klimadiskussion eine Studie von  Strohschneider.  Um klimaneutral zu wirtschaften, müsste die Arbeitszeit deutlich verkürzt werden: „Im Grunde ist das banal: Wo keine Wirtschaftstätigkeit mehr herrscht, sinkt der Ausstoß von allem, auch von Treibhausgasen. Für Deutschland errechnet die Studie, dass alle ihre wöchentliche Arbeitszeit auf sechs Stunden reduzieren müssen, damit es mit dem Klima noch klappen kann.“ Eine solche Reduzierung bräuchte vermutlich eine Einführung eines Grundeinkommens, welche möglicherweise mit einer Finanztansaktionssteuer bezahlt werden müsste.

Vielleicht ließen sich mit diesem Ansatz die soziale Frage beantworten und gleichzeitig die Klimakrise lösen. Zudem ließe sich die systematisch ungünstige Vereinbarung von Beruf und Familie verbessern, was nicht nur Frauen, sondern auch den Familien und Männern helfen sollte. So positiv der Ansatz auch klingt, werden die Eliten versuchen ihren Status zu bewahren. Weder werden sie bereit sein etwas von ihrem Reichtum abzugeben, noch werden sie wollen, dass wir mehr Freiheiten haben.

Ob tatsächlich eine Wochenarbeitszeit von sechs Stunden funktionieren kann, ist sicherlich fraglich, aber wir könnten versuchen uns langsam in diese Richtung zu bewegen. Mittlerweile ist die Produktivität so weit gewachsen, dass eine 40-Stunden-Woche aus der Zeit gefallen scheint. Trotz stetiger Produktivitätsgewinne wurde die Arbeitszeit nicht weiter verkürzt. Um diese Frage schlussendlich zu klären, bedarf es einer schrittweisen Kürzung der Maximalarbeitszeit.

Systemisch gedacht ist es am sinnvollsten, wenn der Arbeitszwang weiter konstant bleibt. Oft reicht dazu nur das Gefühl der Freiheit aus: Die Medien müssen weiter durch ständiges Wiederholen das Problem der Massenarbeitslosigkeit individualisieren und mehr Wirtschaftlichkeit, Wachstum und Produktivität predigen, um unser Hirn zu konditionieren. Schon Friedrich Ebert fürchte den Tag an dem die Straße unter dem Einfluss der Unabhängigen die Durchführung [ihres] Parteiprogramms von [ihnen] verlangt und eine Republik fordert.

7 Kommentare zu „#SozialeGerechtigkeit Hand in Hand mit dem #Umweltschutz

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  1. Ohh, die eine Kraft,
    die keiner auf dem Zettel hat oder haben möchte,
    weil das Weltbild dann korrigiert werden muß, hat auch bei Herrn Hocke Einzug gehalten.
    Er hat sich vollends blenden lassen von der CO²-Religion und arbeitet brav vor – für die eine (ungenannte) Kraft.
    Diese Kraft hat die Arbeitszeit-Verkürzung schon lange auf dem Zettel und wird uns logischerweise überraschen (da wir nicht sehen wollen oder verdummt wurden). Das Ganze ist so perfide, doch da mag ich mich hier jetzt nicht auslassen.

    Nur noch ein kleiner Denkanstoß, bzw, Seitenhieb – oder hatte ich Schussel das hier schon vom Stapel gelassen??
    Diese Wikinger (mit ihren Dampfschiffen???!!!) hatten durch übermäßigen Met-Konsum ja alle einen an der Schüssel und kamen auf die wahnsinnige, wie irrsinnge und kaum nachvollziehbare Idee – Das Eisland Island zu nennen UND das Grünland einfach Grönland zu nennen, wo dann auch noch Getreide angebaut wurde.

    Doch, und der Sarkasmus darf erlaubt sein bei soviel Demokratie und Meinungsfreiheit –
    seit mindestens einer Generation wird in Geschichte und Erdkunde ja nur noch extrem geleert, äh gelehrt:
    Geschichtsunterricht vor 1914 Mangelware und Erdkunde ist auch nur noch lückenhaft und wohl auf eine Mode-Religion zurecht gezimmert…

    Letzte Anmerkung, Grönland ist autonomer Bestandteil des Königreichs Dänemark: Dänen lügen nicht!

    Alles Liebe,
    Raffa.

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    1. Was findest du denn so schlimm an einer Areitszeitverkürzung? Ich sehe in ihr eine Lösung für die dringenden Probleme. Solange wir mit Arbeit beschäftigt werden, werden wir das System nicht durchschauen können.

      Deinen Seitenhieb bezüglich des Klimawandels verstehe ich nicht. Klar, du behauptest, dass wir mit dem Klimawandel nur beschäftigt werden sollen. Aber wenn wir dafür von der Arbeit befreit werden, ist das doch gefährlich. Wer Zeit zum denken hat, wird vielleicht auch denken. Und wer denkt, hinterfragt vielleicht das System:
      https://haimart.wordpress.com/2019/07/01/die-idee-von-demokratie/

      Die Eliten fürchten sich davor. Also wieso sollte das alles zusammenwirken? Es wäre doch viel einfacher, wenn wir einfach weiter konsumieren.

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      1. Die konsequente Logik der technologischen Entwicklung ist die „Arbeitslosigkeit“, zum Wohle des Menschen, denn die Produktivität ist ja gegeben und gar gesteigert.

        Der Knaller ist doch, daß wir schon weiter waren – Ende der %0er Jahre bis hinein in die 70er gab es den Gewerkschaftsslogan:
        Samstag gehört Papi mir – der Sonntag war eh schon frei.
        Was hat der neuzeitliche Neoliberalismus uns geschenkt: 24/7 – die Verfügbarkeit von Waren und Dienstleistungen rund um die Uhr!!! Der Einstieg in die Maßlosigkeit und und und…
        Ich frage mich nur, wie wir in den Jahren zuvor überleben konnten????

        Der popelige Sonntag wird Propagandamäßig eingebaut und man wird uns da auch schon beschäftigen, mit Dingen, die uns nicht lieb sind, vertrau mir…!

        Sorry, wie klar muß der Hinweis auf Grönland noch sein – oder welche Denkblockade hat man dir da gesetzt???
        Eine offensichtlichere Kausal-Kette kann man doch nicht bieten zum Thema „menschengemachter Klimawandel“!!!

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