Jetzt neu im Fernsehen: House of #SPD

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House of SPD (Splitterpartei Deutschlands) ist eine deutsche Fernsehserie, deren Erstausstrahlung 2018 Anbieter Bundestag lief und die vorwiegend den Genres Politthriller und Drama zugeordnet wird. Sie erzählt die Geschichte von durchtriebenen Abgeordneten, die ein System von Intrige, Korruption und Verrat kreieren, um in höhere politische Ämter aufzusteigen und somit ihren Machteinfluss zu vergrößern.

Die Serie beginnt mit einer Szene, in der die Bundestagabgeordnete Andrea Nahles durch die Tötung der von einer Wahl beschädigten Genossen seinen gnadenlosen Pragmatismus zur Schau stellt. Sie blickt direkt in die Kamera und erklärt dem Zuschauer an diesem Beispiel, dass „Wir werden verhandeln bis es quietscht auf der anderen Seite.“ Damit wird ein dramaturgisch geschickt Franz von Papen zitiert, der zu der Ernennung von Hitler zum Reichskanzler geäußert hatte: „In zwei Monaten haben wir Hitler in die Ecke gedrückt, dass er quietscht“ Begleitet von diesem Machtmotiv folgt der Zuschauer Andrea „Pippi“ Nahles, einer machthungrigen sozialdemokratischen Abgeordneten aus Rheinland-Pfalz und der Fraktionsvorsitzenden der Splitterspartei Deutschlands. (SPD). Nachdem sie die neue Kanzlerin Dr. Angela Merkel bei deren Bundestagswahlkampf maßgeblich unterstützt hat, ist ihr von Merkel das Amt des Außenministers versprochen worden. Vor der Amtseinführung erfährt sie jedoch von Seibert, dem Pressesprecher, dass sie aufgrund der bevorstehenden Herausforderungen im Bundestag nützlicher sei. Nahles reagiert zunächst erbost, schmiedet aber schon kurz darauf gemeinsam mit ihrem Generalsekretär Lars Klingbeil und ihrem Parteifreund Hubertus Heil insgeheim Rachepläne, um der kommenden Regierung Merkel zu schaden.

Anders als im amerikanischen Vorbild wird die Lage zunehmend für den Zuschauer unübersichtlicher. Sind Nahles und Merkel in der gleichen Partei? Und was verdammt will Kevin Kühnert? Vor dem Erreichen ihres Ziels des Kanzleramts stellen sich immer mehr Weggefährten der Splitterpartei in den Weg. Noch mag keiner offen gegen die Antiheldin Nahles kandidieren. Wofür steht eigentlich die Splitterpartei? Was treibt die Antiheldin Nahles an?

Houseofspd

Das Haimartkollektiv gibt der Serie ein von drei Sternen. Besonders die unglaubwürdigen und teilweise leblosen Charaktere, wie beispielweise der Gegenspieler Guido Scholz mit seinem Projekt 18 wirkt hölzern. Warum die Serienschöpfer ihn in die Serie geschrieben haben, bleibt unklar. Auch die Vorgeschichte wirkt sehr konstruiert. Warum eine Partei nach dem katastrophalsten Abschneiden einfach weiter so macht, ist für den Zuschauer zwar lustig, aber unglaubwürdig. Warum sollten ausgerechnet die immer wieder verratenden Stammwähler diese Partei wählen? Wer will so etwas sehen? Vielleicht sollten wir die Serie auch nicht zu hart abstrafen, schließlich braucht im Netflix-Zeitalter die Serie Enchantment des Simpsons Schöpfers ebenfalls eine Staffel, um sich zu entwickeln. Alles in Allem ist House of SPD eine witzige, aber unglaubwürdige Kopie des amerikanischen Originals mit hölzernen Charakteren.

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