Fremdbestimmter Fundamentalfeminismus

reizend

Im Kampf gegen das kranke System mit dem Kapitalismus und auf der verzweifelten Suche nach Alternativen hatte weder das Grundeinkommen, noch das Freigeld sich als mögliche Lösungen herausgestellt. Nach längerer Suche wandten wir uns dann dem Feminismus zu. Das Grundübel unserer Gesellschaft sei im Patriarchat zu finden. Ausgehend von dem Urverbrechen des Frauenraubs und der Versklavung der Frauen sei die aufgezwungene Vaterschaft der Grund für die Unfreiheit aller Geschlechter. Das Erbrecht hatte Söhne bevorzugt und das System stabilisiert. Der Mensch hat das Grundbedürfnis nach bedingungsloser Liebe, die ihm nur eine Sippe leisten könnte.

Ursprünglich sollen die Menschen in Sippen gelebt haben, wo die Männer keine eigenen Kinder gehabt hätten. Sie hätten sich als Onkel oder Bruder um den Nachwuchs gekümmert. Während es bei der Mutterschaft keinen Zweifel gibt, ist abgesehen von moderner Genetik nicht eindeutig zu sagen wer der Vater ist. Um die Vaterschaft garantieren, bleibt es den Männern nichts anderes übrig als die Frauen festzusetzen. So sollen die Männer die Utopie des Matriarchats in der Jungsteinzeit zerstört haben.

Abgesehen davon, dass es fraglich ist, dass solche Sippen tatsächlich überall vorlagen, wird dieser Zustand idealisiert und als Tatsache betrachtet. Selbst wenn wir annehmen, dass solche Sippen tatsächlich gegeben haben sollten, wie konnten dann unsere Vorväter es zu lassen, dass wir aus dem Paradies vertrieben wurden? Die Onkel und Brüder hätten ihre Schwestern und Nichten doch vor den bösen Männern verteidigen müssen. Es ist richtig, dass in der Geschichte uns Frauen viel Leid zugefügt wurde und leider immer noch Ungerechtigkeiten bezüglich der Geschlechter existieren. In einigen Gesellschaften sind diese sogar noch gravierender als in unserer westlichen Welt. Es gibt auch naturverbundene Völker, welche tatsächlich im Matriarchat leben. Leider wird diese Art des Zusammenlebens häufig idealisiert, denn Archäologiefunde beweisen, dass auch schon vor dem Ackerbau, der angeblichen Geburt des Patriarchats, Massaker sattfanden, wo Menschen unabhängig vom Geschlecht ermordet worden. Das so idealisierte Matriarchat, sofern es dies gegeben hat, war nicht so pazifistisch wie angenommen. Auch im Betracht der heutigen Zeit, wo Frauen Kriegsminister oder Bundeskanzler werden, ist nicht zu sehen, warum es besser wird, wenn wir die Genitalien der Führungskräfte austauschen.

Den Austausch mit Kalle und seinen Feministen empfand ich zunächst interessant. Auch wenn ich es äußerst fragwürdig empfinde sich nur über sein Geschlecht zu definieren, verfolgte ich die Debatte äußerst interessiert. Das generelle Spalten in männlich und weiblich habe ich schon als sexistisch empfunden. Zwar ist es richtig, dass nur Frauen schwanger werden können. Aber biologische Argumente ins Feld zu führen für die Richtigkeit für eine Gesellschaftsordnung aufzustellen, wo Männer keine eigenen Kinder haben, sondern nur die ihrer Sippe pflegen fand ich äußerst merkwürdig. Besonders interessant ist das Argument, dass Männer weniger als 50% zu den Genen des Neugeborenen tragen als Frauen fand ich befremdlich. Wer genetisch argumentiert, sollte wissen, dass es für Männer doppelt so wertvoll ist sich um die eigenen Kinder zu kümmern als um die Kinder der Schwester, denn während die eigenen Kinder etwa 50% der eigenen Gene tragen, tragen die Kinder meiner Schwester nur etwa die Hälfte meiner Gene, also ihre Kinder nur 25%.

Biologisch ist es zwar einwandfrei, weil die Gene in den Mitochondrien, nur von der Mutter weitergegeben werden. Allerdings besitzen alle Menschen fast dieselbe DNA in den Mitochondrien, was auf einen gemeinsamen Ursprung hinweist. Es ist ein genetischer Vorgang und keine Errungenschaft von uns Frauen. Allerdings unterscheiden sich die Gene von menschlichen Individuen nur sehr gering. Alle Menschen haben 99,5% identische Gene. Die intraspezifische Varianz liegt bei etwa 0,5%. Es erscheint mir als äußerst fragwürdig jetzt mit der geringen Varianz eine Gesellschaftsordnung zu beschreiben.

Oftmals wurde auf die Damenwahl hingewiesen. Das Weibchen ist die begrenzte Ressource. Während Sperma zu viel vorhanden ist, gibt es zu wenige Eizellen. Daher kann sie sich einen Partner aussuchen. Es ist dann sinnvoller einen fürsorglichen Partner zu suchen, der die gemeinsamen Gene pflegt. Die Monogamie ist also das Ergebnis der Damenwahl. Zwar gibt es diese tatsächlich im Tierreich. Darwin hatte damals von sexueller Selektion geschrieben. Damit konnte auch erklärt werden, wieso einige Männchen sehr auffällige Färbungen aufwiesen, welches im Zweifel ihre Tarnung reduziert und damit die Überlebungschance senkt. Aber gerade bei solchen Arten mit einem Geschlechtsdimorphismus übernimmt tatsächlich die Weibchen die Brutpflege. Bei Tierarten mit einem geringen Geschlechtsdimorphismus teilen sich die Geschlechter die Brutpflege. Zwar sind Menschen körperlich schon verschieden, wobei im Vergleich zu anderen Tierarten wie Enten eher gering ausfällt.

Aber auch in der Natur gibt es Beispiele für Sozialformen, wie es bei uns Menschen üblich ist. Auch Wölfe leben in Rudeln, welche von Weibchen und Männchen geführt werden. Sie sind Mutter und Vater der Welpen, welche gemeinsam aufgezogen werden. Die Behauptung, dass unser menschliches Paarungsverhalten unnatürlich ist, ist damit widerlegt.

Was ich sehr befremdlich fand, war der Vorwurf, dass ich keine eigenen echten Gedanken äußern würde. Ich sollte selbst denken und selbst recherchieren, da die Gesprächspartner nicht bereit wären, mir die Ideen auf einem Silbertablett zu liefern. Vermutlich habe ich als Lehrerin einen anderen Anspruch, dass man auch um sich kümmert und die anderen aufklärt. Gerade Fehlvorstellungen sind Schätze, die zu heben sind, weil nur so können wir die Gedanken der anderen sichtbar machen. Wenn ich tatsächlich so denkfaul wäre, wie mir verworfen wird, dann würde ich mich gar nicht mit solchen Ideen beschäftigen.

Es scheint als sei ein kritischer Geist nicht willkommen. Wer nicht folgt, ist denkfaul. Aber es ist doch gerade das, was uns das Matriarchat uns verspricht: Die Befreiung von Zwängen. Wenn ich meinen Verstand ausschalten muss, um diesen Zustand zu erreichen, dann scheint mir dieser Zustand nicht als erstrebenswert. Generell als denkendes Wesen sich nur auf die Genetik zu verlassen und sagen, dass Frauen genetisch mehr zu den Kindern beigetragen haben, löst bei mir nur Unverständnis aus. Kalle und ich sind beide ein Teil des Haimart Kollektivs und es ist unbedeutend, wer jetzt mehr Wörter im Namen der Gerechtigkeit schreibt. Es geht auch nicht um die Anzahl der Beiträge. Es ist ein Gesamtkunstwerk, wo jeder sein Möglichstes tut. Wir ergänzen uns.

Und was ist es für eine Welt, wenn wir uns nur noch als Produkt unserer Gene sehen? Und was für eine Welt soll es werden, wo wir die Hälfte der Bevölkerung die Schuld geben an den Zwängen der Gesellschaft? Wie überhaupt soll in der globalisierten Welt es funktionieren gemeinsam in diesen Sippen zu wohnen? Warum sollte ich mit den Kontakten zu den Verwandten väterlicherseits brechen?

Wenn mir schon alles sinnlos vorkommt, dann möchte ich wenigstens einen Partner auf Augenhöhe, einen Partner, der mir treu ist. Die Familie, die mich bedingungslos liebt, habe ich bereits, sowohl väterlicher als auch mütterlicherseits.

 

 

 

58 Kommentare zu „Fremdbestimmter Fundamentalfeminismus

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  1. Zitat Wahrscheinkontrolle: „Noch einmal zum Mitschreiben, Familie ist ein patriarchales Konstrukt.“
    Dann sind also Texte, in denen von der matrifokalen Familie geschrieben wird, entweder bewusst patriarchal oder das unbeabsichtigte Ergebnis patriarchaler Beeinflussung, während echte Matrifokalität nur in der matrifokalen Sippe stattfinden kann.
    Wie definieren Sie den Begriff „patriarchales Konstrukt“? Wie definieren Sie den Begriff „Familie“? Wodurch entspricht Ihr Familienbegriff den Kriterien Ihrer Definition des Begriffs „patriarchales Konstrukt“? Falls Sie darüber schon geschrieben haben, reicht ein Link.

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    1. Was mich bei dieser Familienkritik stört, ist dass wir Männer ausschließen. Männer die keine Schwestern haben, müssen sich dann ihren Cousinen anschließen. Auch wenn jetzt behauptet wird, dass Familie ein Konstrukt ist, habe ich in meiner Familie Menschen, die ich liebe und einige, die ich nicht ausstehen kann. Wieso soll ich aus Prinzip schon die Hälfte wegwerfen? Der Computer ist auch ein Konstrukt, welches der kapitalismus hervor gebracht hat. Es ist doch das Schweinesystem, welches viele von uns bekämpfen wollen. Aber muss ich deshalb den Rechner ablehnen?

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      1. Deshalb schrieb ich ja auch nicht vom matrifokalen Vater, sondern vom matrifokal eingestellten Vater. Oder sollte man im Zusammenhang mit Matrifokalität auch das Wort „Vater“ vermeiden, weil dieses Wort für eine Beziehung zum Kind steht, die in matrifokaler Lebensweise nicht vorkommt?

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    1. Es hat auch eine abstoßende Wirkung. Und die Staatsgewalt geht zurecht dagegen vor. Eine Utopie, wo niemand mehr geschlagen wird, wird nicht zu erreichen sein. Auch schon vor dem Errichten des Patriarchats gab es Gewalt und Massacker gegenüber anderen Sippen.

      Wenn wir diese Denkweise, dass niemand mehr geschlagen wird, haben wir zwei Probleme. Das eine ist, dass sowohl auch Gewalt von Frauen ausgeht und zweitens müssten wir alle Gegenstände verbieten, die als Waffe nützlich sind. Und mit etwas Fantasie kann ein jeder Gegenstand zu so etwas zweckentfremdet werden.

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  2. Zu einer matrifokalen Lebensweise gehört natürlich, dass alle Beteiligten diese Lebensweise leben. Da besteht dann natürlich untereinander ein Einverständnis, den patriarchalen Staat rauszuhalten. „Vater unbekannt“ ist immer möglich. Falls eine/r der Beteiligten diese Lebensweise sabotiert, indem sie/er zur Durchsetzung ihrer/seiner „Rechte“ den Staat nutzt, handelt es sich nicht mehr um Matrifokalität, denn eine Kette ist so stark wie ihr schwächstes Glied.
    Es wäre also vor der Zuführung des Pollens zur Eizelle Klarheit darüber zu schaffen, dass das daraus entstehende Individuum unter strikt matrifokalen Bedingungen sozialisiert werden kann. Aber absolute Sicherheit gibt es dafür nicht. Manche/r würde es sich hinterher vielleicht anders überlegen.
    Und ja, ich habe die angegebenen Texte gelesen.

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  3. Es ist nur den wenigsten privilegierten Frauen möglich, den Vater zu verschweigen. Frauen, die auf Unterstützung angewiesen sind, bekommen nur Geld vom Amt, wenn sie den Vater angeben. Denn das Amt versucht zuerst dort das Geld einzutreiben. Es gibt in den Ämtern sogar Detektive, die die Frauen und ihr Privatleben ausspionieren, um an diese Information heranzukommen. Die Mehrheit der Frauen, kann es sich nicht leisten, auf das väterliche Geld zu verzichten und das ist Absicht. Daher wird auch das BGE niemals kommen, es würde die Mütter befreien. Es gab bereits einen Gesetzesentwurf von Heiko Maas, Mütter in Beugehaft zu nehmen. So weit sind wir schon wieder.

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    1. Aber an deinem Beispiel wird für mich wieder deutlich, dass der Kapitalismus das eigentliche Problem ist. Aber wenn du in deiner Sippe wohnst, dann brauchst du den Erzeuger ja nicht mehr. Das BGE ist ein interessanter Aansatz und unser Kollektiv ist dort geteilt:
      Pro
      https://haimart.wordpress.com/2018/11/30/zur-richtigen-zeit-sabbern-und-knurren/
      Contra
      https://haimart.wordpress.com/2018/12/04/mit-utopischen-ideen-rasant-in-die-dystopie/

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  4. @Brauseschenk Wo leben Sie eigentlich? Lesen Sie mal hier: https://www.editionf.com/Die-schrittweise-Abschaffung-der-Freiheit . Wissen Sie denn nicht, dass die Gesetze durch und durch den Vätern zuarbeiten? Es hindern uns auch genau die Vorurteile, die Sie hier aufgetischt haben. Es hindert uns die Forderung und der Zwang, den Kindsvater zu nennen. Es hindert uns tätliche Gewalt und der Druck unseres Umfeldes. Es hindert uns mangelnde Aufklärung und die Weigerung zu lesen. Eine Frau, die ihr Kind mit sich nimmt, wird wegen Entführung vor Gericht gezerrt, wenn sie nicht umgebracht wird. DAS ist der Hauptgrund, warum wir nicht matrifokal leben können.

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          1. @Haimart Der Kapitalismus ist mit dem Patriarchat identisch. Kapital kommt von Caput, Kopf. Gemeint sind die Tierköpfe und auch Menschenköpfe, über die der Patriarch, der in der Frühzeit immer ein Tierzüchter war, herrscht. Ohne Patriarchat ist der Kapitalismus am Ende, denn die Viehzucht war der Grund, warum Söhne bevorzugt wurden und bis heute werden. Heute ist das „Vieh“ auch jedes andere Lebenswerk des Mannes. Unter Matrifokalität sind alle über die Sippe versorgt, alles ist Gesamthandseigentum und es gibt kein Erbrecht.

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          2. Auch das Gesamteigentum einer Sippe bleibt eben Eigentum. An der Schaeffler können wir schön sehen, dass auch Frauen den Kapitalismus für sich nutzen. Es mag von unseren Vorväter erfunden worden sein, aber längst ist es ein gesamtgesellschaftliches Problem. Sollte tatsächlich unser Gesellschaftssystem dahin umkippen, was du vorschlägst, wieso sollte der Kapitalismus dann am Ende sein? Es gibt dann nicht mehr Individuen, welche im System konkurrieren, sondern Sippen, welche als eine Einheit agieren. Diese geben sich zwar unter einander Schutz, allerdings ist es schleierhaft, wieso sie nicht nach außen gerichtet weiter egoistisch handeln. Heute haben wir ein anderes Erbrecht, wo allen Kindern ein Teil zu steht. Die Kritik, die du äußerst, trifft bis auf weite Teile des 20. Jahrhunderts in unser Gesellschaft zu, aber durch Frauenkämpfe hat es sich glücklicherweise verbessert. Es mag sein, dass vor tausenden von Jahren das Matriarchat funktioniert hat. Aber auf die Frage, wie du das heute erreichen willst, bekomme ich einfach keine Antwort.

            Zudem sehe ich ein weiteres Problem bei deinem Gesellschaftsmodell. Wenn wir völlig frei und ohne Treue durch die Welt ficken, dann wird auch die Verantwortung diffundieren und vermutlich die Geschlechtskrankheiten steigen. Möglicherweise wäre auch der Sex mit Kondom. Aber das würde ja keine Kinder mehr entstehen lassen. Welches Interesse sollte ein Mann noch haben ohne Kondom Sex zu haben, wenn die ganzen Krankheitserreger sich verbreiten?

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  5. Was hindert uns, matrifokal zu leben und anderen damit ein nachahmenswertes Beispiel zu geben, wenn wir es wollen? Es gibt weder formelle noch informelle Sanktionen, mit denen diese Lebensweise geahndet wird, jedenfalls nicht in unserer Gesellschaft.

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  6. Wenn die matrifokale Lebensweise der Natur unserer Spezies entspricht, dann stünde ihrer Durchsetzung nichts im Wege, beziehungsweise sie wäre nie durchs Patriarchat abgelöst worden.
    Wenn man sich etwas näher mit Anthropologie beschäftigt, dann kommt man unweigerlich aufs Verhalten von Schimpansen zu sprechen. Man kann dort durchaus Matrifokalität hineinlesen, aber wie wird sie gelebt? Welche Rolle spielen die Männchen, insbesondere die Alphamännchen? Wie ist der Umgang mit benachbarten Artgenossen, die nicht zur eigenen Horde gehören, wenn vorgefundene Ressourcen nicht für alle reichen? Aus diesen Beobachtungen lassen sich „Argumente“ fürs Patriarchat und für Fremdenfeindlichkeit in ihrer mörderischsten Form finden. Wir sind Naturwesen, aber wir haben die Zivilisation. Die Zivilisation kann uns davor bewahren, ins Schimpansische zurückzufallen. Wir müssen nicht patriarchalisch sein. Wir müssen nicht fremdenfeindlich sein. Wer matrifokal leben und anderen ein Beispiel sein möchte, kann das im Schutze unserer Zivilisation ungehindert tun. Vielleicht macht diese Lebensweise dann Schule und wird zur dominierenden Lebensweise, mit der alle Angehörigen unserer Spezies glücklich werden.
    (Vielleicht verwundert man sich, dass ich das Wort „Menschen“ vermeide, aber das ist grammatisch männlich und mit dem Wort „Mann“ verwandt. Ich wollte sprachlich nicht anecken)

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    1. Mir ist deine bewusste Sprachwahl nicht aufgefallen. Ich versuche stets klar zu sprechen im aufklärerischen Geist. Ich wurde von unseren Gesprächspartnern schon darauf hingewiesen, dass das Wort Matriarchat ganz böse ist, weil diese Form der Gesellschaft frei von Macht sei. Allerdings ist nach Foucault Macht mit Einfluss zu übersetzen. Und diese Form des Zusammenlebens erhebt das Weibliche deutlich über das Männliche. Deine Bezüge zum Tierreich finde ich interessant. Selbst wenn wir ursprünglich in solchen ähnlichen Gemeinschaftn gelebt haben, bleibt die Frage immer noch offen, wie wir dorthin zurück kommen?

      Was ich zum Thema Genetik noch nachreichen wollte, wenn die oberste Grundlage unseres Handelns tatsächlich unsere Gene sein, dann sollten wir uns mit unseren Geschwestern verpaaren, weil dort gibt es ja nur die wahre bedingungslose Liebe und die Kinder teilen dann 75% meiner Gene und nicht nur 50%.

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      1. Dass unserer matrifokalen Lebensweise nichts im Wege stünde, ist an Ignoranz nicht zu überbieten. Das Patriarchat ist nicht natürlich. Patriarchat ist lebensfeindlich und hätte schon in der Altsteinzeit zum Aussterben unserer Art geführt. Wir haben das Patriarchat wegen der anhaltenden und perpetuierenden Gewalt gegen Frauen. Es ist unumgänglich, sich mit der Entstehung des Patriarchats zu beschäftigen. Nur wenn wir den Mechanismus verstehen, können wir etwas entgegensetzen. Es ist das wesentliche, darüber Bekannte einfach und verständlich serviert auf der Wahrscheinkontrolle und auf https://bit.ly/2rB0q3D Lesen müssen Sie schon selbst.

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        1. Gewalt ist natürlich abzulehnen. Aber es ist ein Irrtum, dass sie nur von den Männern ausgeht. Aus meinem eigenen Bekanntenkreis kenne ich Männchen, dass Gewalt von seiner Freundin erleben musste. Es kann ja sein, dass unsere Gesellschaft zu Beginn anders organisiert war als heute, aber welche Schlüsse ziehen wir für heute daraus?

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    2. Zu den Genen. Der einzige Grund, warum ich davon spreche ist die Tatsache, dass das Patriarchat die Gene erst ins Spiel gebracht hat. Es ging um die väterlichen Gene und um die Aushebelung der female choice, also um Menschenzucht. Es ist tiefster Rassismus, dem wir nur begegnen können, wenn wir das analysieren und kritisieren. Auf der Zuchtideologie baut dann ein Hirngespinst auf, angefangen damit, dass das Sperma Same sei, wo es doch nur Pollen ist. Wir müssen das richtig stellen, nur so können wir dem Patriarchat die Basis entreißen.
      Zu den Schimpansen. Wir stammen nicht von den Schimpansen ab, sondern teilen einen evolutionären Ast. Näher stehen uns die Bonobos, die wieder völlig anders leben. Aber bei allen gibt es KEIN Patriarchat. Solche Vergleiche sind Ablenkungsmanöver. Wir werden unsere eigene Lebensweise nicht erkennen, wenn wir die Affen ansehen.

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        1. Den Partner aussuchen? Klar, aber was, wenn ein Kind da ist? Partner aussuchen ist nur einmal im Leben erwünscht, danach wird’s prekär. Es gibt auch kinderlose Frauen, die totgeschlagen wurden, als sie sich trennen wollten. Die Trennung ist der Hauptgrund für tägliche Frauenmorde in Deutschland.

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          1. Es ist auch möglich sich wieder zu trennen. Nicht alle Menschen, die sich trennen, werden tot geschlagen. Solche Gewalttaten sind schrecklich und natürlich abzulehnen. Nur weil es einige kranke Männer gibt, finde ich es verwerflich alle über einen Kamm zu scherren.

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  7. Noch ein Nachtrag zu Ihrem Satz „Schon rein genetisch ist es für den Mann besser, wenn er eigene Kinder umsorgt als die der Schwester.“ Das mag zwar stimmen, wenn er sich da ganz sicher sein kann, dass seine Partnerin nicht fremd gegangen ist. Pater semper Incertus est. Bei seiner Schwester kann er sich IMMER sicher sein, dass von ihm einiges dabei ist. Sicher kann er sich bei seiner Partnerin nur dann sein, wenn er sie festsetzt. DAS ist es doch warum es das Patriarchat gibt! Genetisch und sozial ist also auch dieses Argument entkräftet.
    Die Gleichberechtigung in der Partnerschaft ist schon deshalb eine Illusion, weil die female choice der Monogamie im Wege steht. Der sogenannte Paarbindungssex im Patriarchat geht immer zu Lasten der Frau.
    Was Sie als Lehrerin angeht: In der Schule erfahren wir rein gar nichts darüber. Das ist der Grund, warum die Patriarchatskritik es so schwer hat Gehör zu finden. Die Geschichte fängt mit den Griechen an, von der Steinzeit erfahren wir nur, dass die Männer Jäger waren und angeblich das Fleisch nach Hause brachten. Das ist Verdummung. Die isolierte Abbildung einer Urmutter-Statuette wirkt da noch wie ein unerklärlicher Fremdkörper. Aufklärung über unsere matrifokale Natur, die zuerkennen so unendlich schwer war, wegen all der Irrungen und gezielten Wirrungen, siehe hier: https://bit.ly/2ZwwCFy beugt dem Backlash vor, den wir grade auch in den Schulen erleben.

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  8. Was will man als Mann mehr? Mann benutzt die Frau als Objekt zum Ausleben des Sexualtriebs und ist dann für die Folgen nicht verantwortlich. Frau benutzt den Mann zum Ausleben des Sexualtriebs und gelegentlich zur Erfüllung des Kinderwunschs und will dann weiter nichts von ihm. Nur blöd, wenn dann die olle libidinös geprägte Liebe, die offenbar eine Erfindung des Patriarchats ist, mit ins Spiel kommt.

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    1. Mein lieber Brauseschenk, das ist das Stockholm Syndrom. Wahre Liebe gibt es offenbar nur in der Sippe. Wie wir dahin kommen sollen, wurde bisher verschwiegen. Überwiegend wird mit der Genetik argumentiert, wenn ich die Genetik für die Gegenseite benutze, dann habe ich keine echte eigenen Ideen. Das ist fanatischer Fundamentalismus.

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  9. Eine Mutter kann dem Vater nicht die Kinder rauben, das ist patriarchale Täter-Opfer-Umkehr. Es ist ein patriarchales Dogma, das davon ausgeht, dass die Kinder dem Vater gehören. Er hat aber lediglich ein wenig DNA, also Säure verloren. Das ist kein Leben, sondern gewissermaßen ein Programmmodul, dass auch im Taschentuch hätte landen können. Dann spricht man ja auch nicht von Abtreibung. Matrifokalität beendet das Zwangsinstrument Familie und führt die Matrilinie wieder zusammen, das ist ein wesentlich größerer Personenkreis, mit dem Mütter von allem entlastet werden, womit sie in unserer Gesellschaft belastet sind. Matrifokalität schafft keine Liebe ab, ganz im Gegenteil, sie heilt die Beziehung zur Mutter und den Geschwistern, die ja extrem gestört ist, und trennt die Sexualität von der materiellen Existenz. Diese unselige Verknüpfung erst bringt Mütter in Not. Die Sexualität wird dadurch nicht schlechter, wie die Leserin oben vorurteilsbehaftet schreibt, sondern sie wird besser, weil freiwillig, ohne Hintergedanken und unbelastet von Ängsten.
    Männer als Feind??? An all Ihren Sätzen sehe ich, dass auch Sie voller Vorurteile gegen die Natur und gegen das Nicht-Patriarchat sind. Sind Männer unsere Freunde, wenn sie uns unterdrücken? Sie glauben, Sie seien gleichberechtigt? Dann bekommen Sie ein Kind und versuchen sich vom Vater zu trennen. Dann werden Sie sehen, was passiert. Als Beamte sind Sie finanziell gleichberechtigt, aber da haben Sie verdammtes Glück. Schauen Sie doch bitte einmal über den Tellerrand, aus der Schule heraus! Ich bitte Sie wenigstens einmal den Text zur female choice zu lesen, in der Wahrscheinkontrolle unter „Studien, die Sie kennen sollten“ an 2. Stelle oder direkt hier https://bit.ly/2KYKVzn . Dort erfahren Sie etwas über sich selbst, was wir Frauen gar nicht wissen sollen.

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    1. Wenn wenn nur so genetisch argumentieren, dann frage ich mich ernsthaft, ob wir Sex denn nur zur Fortpflanzung haben? Und warum sollte es dann überhaupt noch Homosexualität geben?

      Kinder gehören weder den Männern noch den Frauen. Sie gehören sich selbst und die Erziehung sollte von beiden Elternteilen. Aber auch eine weibliche Eizelle ist auch nur ein wenig DNA, die auch mit der väterlichen DNA auch wertlos ist. Es ist erst die Ergänzung, welche aus DNA echte Menschen macht. Treibst du denn mit der Monatsblutung ab?

      Natürlich werden wieder Vorwürfe laut, dass ich unter dem Stockholmsyndrom leide, aber ich liebe meine Familie.

      Und dass ich als Lehrerin gleichberechtigt bin wie meine Kollegen der anderen Geschlechter, dann zeigt es doch, dass Vater Staat eben kein Patriarchat ist. Es gibt selbst im Kapitalismus noch Nischen, wo sich der Arbeitgeber für seine Angestellten interessiert. Diejenigen die das nicht tun beuten eben alle Menschen aus, ganz gleich welche Genitalien sie haben. Hier sehe ich Handlungsbedarf. Dazu bedarf es Streiks, Demonstrationen und Aufklärung um die Ketten des Kapitals zu sprengen.

      Wir haben schon mehrmals nachgefragt wie das allso geliebte Matriaracht, welches hier idealisiert werden, erreicht werden soll. Doch darauf bekamen wir keine Antwort, sondern immer nur die gleichen Floskeln, dass es den Männern nicht zu steht seine Gene zu kennen. Die ganze Fixierung auf der Genetik klingt für mich mehr nach einem Zuchtprogramm und steht damit eher dem entgegen, wogegen ihr euch zu erheben versucht.

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  10. Natürlich geht die Befreiung vom Patriarchat erst einmal auf Kosten des Mannes. Er muss seine unrechtmäßig angeeigneten Privilegien abgeben und das tut dann weh. Aber er gewinnt schließlich so viel mehr dazu…es wäre eine echte Investition.
    Sie schreiben viel im Konjunktiv…in der Tat sind aber alle biologischen und archäologischen Befunde mit aktuellen Studien abgesichert, die auf Wahrscheinkonbtrolle verlinkt sind. Ich zähle nur 1 und 1 zusammen. Wenn Sie das alles nicht lesen wollen, kann ich Ihnen auch nicht helfen. Dann bleibt es eben bei Irrglauben und das Wissen auf der Strecke. Für eine Lehrerin wirklich kein Ruhmesblatt. Und wenn Sie lieber im Patriarchat leben wollen, bitte schön. Gleichberechtigung ist im Patriarchat nicht möglich, es wäre ein Widerspruch in sich.

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    1. Ich habe tatsächlich diese Artikel gelesen. Es gibt tatsächlich diese Funde, aber es heißt eben nicht, dass damals alles besser war und dass alle Menschen in solchen Systemen gelebt haben. Wenn Männer und Frauen als Partner auftreten ist das für mich Gleichberechtigung. Den Mann seine eigenen Kinder zu rauben, finde ich ungerecht. Es ist eine Behauptung, dass durch Sippen die Welt eine bessere wird. Des Weiteren finde ich den Weg, der dafür gegangen werdne muss als äußerst fragwürdig. Familien werden zerissen. Und der hier vorgestelle Feminismus fusst auf Genetik und kommt dann zu absurden Schlussfolgerungen. Die zitierten biologischen Befunde kann ich genau so gut anders auslegen: Schon rein genetisch ist es für den Mann besser, wenn er eigene Kinder umsorgt als die der Schwester. Wenn wir uns nur als Produkt unserer Gene sehen, dann sollten Frauen sich doch tatsächlich lieber klonen lassen. Dann tragen sie 100% der Gene weiter. Noch besser wäre es allerdings, wenn wir nur die mütterliche DNA weiter geben, also ich die Gene meines Vaters verneine und mein Wunschkind zusammen baue.

      Ich sehe nicht, wieso wir Familien auseinander reißen müssen und die Liebe abschaffen müssen, um Gleichberechtigung zu erreichen. In meinen bisherigen Beziehung habe ich weder unterdrückt, noch habe ich mich unterdrücken lassen. Ich möchte eurem Sexualleben nicht zu nahe treten, aber in meiner Beziehung ging das Verlangen von uns beiden aus. Und es hat beiden Spaß bereitet.

      Ich finde es bedenklich, nur weil ich die Meinung nicht kopiere und meine Bedenken äußere, dass meine Lehrerpersönlichkeit angegriffen wird.

      Ich betrachte nicht den Mann als Feind, dem wir seine Privilegien entreißen müssen. Partnerschaft ist eine Chance, eben auch Männer für Familienthemen zu interessieren. Ich sehe das Problem im Kapitalismus. Und ich wüsste nicht, wieso der abgeschafft werden sollte, wenn ich den Männern die Entziehung seiner eigenen Kinder entreiße. Für das Stürzen des Kapitalismus brauchen wir Zusammenhalt und keine Spaltung in wir und die.

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  11. Naja, Fundamentalismus im eigentlichen Sinne, im Wortsinne ist nicht verkehrt.
    Die Frage, die sich stellt, ist (sind) die,
    was kann das(der), was ist die Intention, was ist das Ziel?
    Wie schon ein alte Weisheit uns verrät: An den Früchten werden wir erkennen…

    Und mal anders herum an das Thema zu schleichen:
    Das Gegenteil wäre im Postmodernen dann ja so etwas wie Tolernanz
    (heute ja im Sinne des 1984-Neusprechs) oder
    wie ich es gerne krass herunter breche: Beliebigkeit.

    So darf sich der mehr oder weniger geneigte Empfänger der Beliebigkeits-Lehren ja im Winde drehen, das kleine Fähnlein…
    Ob er/sie sich fragt, von wo der Wind kommt? und wer für den Wind verantwortlich zeichnet?

    Doch lassen wir dies, denn sonst stürzen gar Weltbilder, gebaut aus Kartenhäusern, zusammen…

    Alles Liebe, samt den rebellisch-anarchischen Grüßen,
    Raffa.

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    1. Das Ziel habe ich ja auch nicht richtig verstanden. Wie ich es verstanden habe, fordern die radikalen Feministen eine Befreiung der Frau auf Kosten des Mannes. Es sei nicht notwendig, dass der Vater seine eigene Kinder kennt. Sie argumentieren genetisch, dass ein Vater etwas weniger als die Hälfte zur des Kindes beiträgt. Aber selbst wenn es nur 1% wäre, was vollkommen jenseits der Realität ist, dann wäre zu 99% ein neuer Mensch, aber eben kein vollständiger. Solche Argumentationen finde ich gruselig. Die Feministen, mit denen ich geschrieben habe, fordern eine Stärkung der Sippe, wobei die Männer zur Sippe der Frau gehören.

      Es soll die Monogamie abgeschafft werden. Mittlerweile kann ich auch so schon Sex haben mit wem ich will, allerdings bin ich vermutlich, was das angeht etwas konservativer und ich erwarte von meinem Partner Treue. Ich habe mich schon öfter gefragt, wo das herkommt, da ich an keine Götter glaube. Vermutlich werden die Feministen sagen, dass es das böse Patriarchat ist, welches mich manipuliert. Es ist mein Körper und ich solle mich von diesem Zwängen befreien.

      Doch diese Treue ist für mich keine Kette, von der ich mich befreien sollte. Es ist für mich etwas besonderes, welches mich mit meinem Partner verbindet. Bei der ganzen Sexualdebatte der Feministen geht eines verloren. Beide Seiten sollten Spaß am Sex haben. Wenn sie nur so genetisch argumentieren, dann frage ich mich ernsthaft, ob sie Sex denn nur zur Fortpflanzung haben. Und warum sollte es dann überhaupt noch Homosexualität geben?

      Dein Bild mit dem Wind habe ich nicht ganz verstanden. Was möchtest du damit sagen?

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      1. Weißt du, was grundsätzlich irritierend ist – nicht nur bei dieser Thematik – die Liebe, den Frieden, irgendeine Form von Logik für sich und die „Sache“ reklamieren und dann das Gegenteil als „Frucht“ produzieren…

        Überall wo Trennung und Ausgrenzung propagiert und angestrebt, wie gelebt wird können wir getrost weggehen…

        Nur neben her, wenn wir Langmut und Geduld haben, dann hat sich das Thema Homosexualität, so wie sie gerade gehypt wird, selbst überholt — spätestens nach einer Generation (;-)

        Zum Thema Sex:
        Ist der nicht die Kirsche,
        auf dem Sahnehäubchen, der Marzipandecke, der 1. Buttercremeschicht, der folgenden Rührsteigschicht usw. bis hin zum Boden…? Ergo hat man eine „vernünftige Torte“ zusammen gestaltet, dann ist das Thema Sex das Geringste und Einfachste…(;-)

        Sind dir nicht die Fähnlein im Winde bekannt?, welche sich Ausrichten nach dem aktuellen Wetterstand und vorallem der vorherrschenden Windrichtung???

        Na, die klassischen Wendehälse, Jackenzieher etc!!! eben auch sein Fähnchen nach dem Winde ausrichten…
        noch klarer formuliert: Wirbellose Arschkriecher…

        Alles Klar?

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        1. Raffa, ich bin ganz deiner Meinung. Ich finde es nur erschreckend, dass es nicht nur unter Kalles Feministen, sondern auch woanders Menschen gibt, welche Utopien zeichnen und immer wieder die gleichen Phrasen dreschen. Sie gehen auf unsere Bedenken nicht ein und sind auch nicht bereit zu klären, wir wie ihr idealisiertes Matriarchat erreichen. Wir fanden das Thema Feminismus interessant, weil wir unvoreingenommen uns gern mit dem Schaffen einer besseren Welt beschäftigen. Das Herrschaftsrecht der Frau genetisch zu manifestieren, empfinde ich als erschreckend gruselig.

          Zum Thema Sex soll doch jeder Spaß haben mit wem er will. Ich suche mir lieber einen treuen Partner. Den habe ich noch nicht gefunden, aber ich würde es schrecklich finden mein Kind allein aufziehen zu müssen. Sie propagieren die Vorteile ihrer Sippe, wollen aber nicht sagen, wie diese umzusetzen ist und wollen nicht erkennen, dass es für den Mann eben rein genetisch betrachtet nicht sinnvoll ist nur die Kinder der eigenen Schwester zu versorgen. Was ist eigentlich mit den armen Schweinen, die keine Schwestern haben? Die müssen zu ihren Cousinen, die dann nur noch 12,5% gemeinsame Gene haben. Und was ist wenn die nicht zeugungsfähig oder willig sind?

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          1. Bleib gelassen und laß es abperlen…(;-)

            Vielleicht nur eins: Gesponsorte Ideologien verlieren sich noch schneller, als sie nach oben gespült wurden – fatalerweise mit verbrannter Erde auf beiden Seiten – nur der „Sponsor“ reibt sich die Hände.

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          2. Dazu braucht man keinen Sponsor. Dazu reicht das persönliche Bedürnis nach Mutterschaft bei gleichzeitiger Ablehnung von Partnerschaft. Diese Ablehung kann unterschiedliche Gründe haben. Je schmerzhafter diese sind, desto größer ist das Bedürfnis, den Schmerz zu lindern. Mit dem Opium einer Ideologie kann man sein Schicksal erträglicher machen. Man kann seiner praktizierten bzw. angestrebten Lebensweise den Nimbus DER einzig wahren Lebensweise verleihen. Und schon geht es einem besser. Man kann die Schuld für die eigene als suboptimal empfundene Lage anderen zuschieben, was von der Notwendigkeit einer mitunter schmerzvollen Selbstreflexion enthebt. Und man kann sich im Besitz einer Wahrheit wähnen, die nur wenige kennen bzw. wahrhaben wollen, was einem gewissen narzisstischen Bedürfnis nach Selbstüberhöhung entgegenkommt.
            Leidensgenossinnen finden sich dann immer, denen diese Ideologie ebenso hilft und mit denen man sich wunderbar austauschen kann und von denen man sich verstanden fühlt.
            Manchmal handelt es sich aber auch nur ganz profan um das Besetzen einer Marktnische im Debattenrauschen.

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          3. Nun, wenn man das Prinzip der Teilung zur Ersatzreligion erhebt
            und der Liebe (vorallem der „ungefärbten) eine Absage erteilt bleibt nur eine Substitution.
            Wenn man dann noch auf das Besetzen von Marktnischen setzt – mag man erkennen, welches Geistes Kind man ist — und letztenendes zeigen die Früchte, wie weit jedwede Ideologie und auch daraus resultierende Lebensformen tragen…

            Bei vielen Errungenschaften der humanistischen Postmoderne bedarf es nur etwas Geduld bis hin zur nächsten Generation. So gibt es mitunter gegenwärtige Wirklichkeiten …

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          4. Was ich mich generell frage ist, wie die Forscher das begründen, dass das Matriarchat tatsächlich gegeben hat. In den zitierten Quellen wird es immer als Tatsache beschrieben, aber nie wie die Forscher zu den Ergebnissen gekommen sind.

            Ich fürchte ich muss Brauseschenk zu stimmen. Der hier vorgestellte fundamentale Feminismus beruht auf dem Kinderwunsch ohne Partnerbindung. Damit das funktioniert wird die Familie idealisiert und am Ende sollen alle glücklich sein.

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          5. Es geht hier nicht um sofortige Patentrezepte, sondern um Analyse und Vorstellung unseres natürlichen Sozialverhaltens. Es wird damit erklärt, warum der Mainstreamfeminismus schief geht. Und es erklärt auch, warum Sie noch nicht den Richtigen gefunden haben. Es gibt ihn nicht! Das Leben wird Sie noch viel lehren, was wir in der Schule nicht lernen.
            Es wäre aber wünschenswert, wenn die Gesetzgeber all diese Dinge wissen würden, um eine Bereitschaft zu schaffen, Mütter künftig bedingungslos zu unterstützen, damit sie eben nicht in prekäre Lage geraten. Sie, wir allein kriegen das nicht hin, es muss dazu eine gesellschaftliche Basis geschaffen werden, und das geht nur mit Aufklärung. Wenn aber schon die künftigen Mütter nicht bereit sind, das zu lernen, dann wird das auch mit der Politik nichts.

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          6. Nein, die Patentrezepte habe ich leider auch nicht. Ich bin nur auch auf der Suche nach Idealen, die verfolgt werden können. Das ist auch der Grund, wieso es Haimart gibt. Vernetzen, Aufklären und Gräben überwinden.
            https://haimart.wordpress.com/2018/10/29/tanz-dir-den-teufel-aus-dem-leib/
            Ich bin überzeugt, dass es nicht lohnt sich in linke und rechte spalten zu lassen und auch den Geschlechtskampf finde ich fragwürdig. Mir ist Partnerschaft wichtig und wer das nicht will, kann ja gern einen anderen Lebensstil bevorzugen, aber jetzt einen weiteren Graben zu heben und die halbe Bevölkerung ausschließen im Namen der Biologie finde ich fragwürdig. Ganz gleich welcher Ursprung wir haben, lassen sich die großen Probleme nur gemeinsam lösen. Ich bin der Meinung, dass wir mehr sind als Moleküle, Atome und Ionen. Und das gilt für Männer und Frauen. Was genau hindert dich denn dein Ideal zu leben? Alleinerziehend zu sein und eine Arbeit zu ergreifen, die sich auch mit Kindern vereinbaren lässt wie als Lehrer oder Selbstständige? Und wenn du Hilfe brauchst, kannst du ja zu deiner Sippe gehen. Und wieso schließt du bei deinem Konstrukt deine Verwandten väterlicherseits aus?

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          7. Zitat: „Es geht hier […] um Analyse und Vorstellung unseres natürlichen Sozialverhaltens.“
            Auf welchem Weg wurde festgestellt, dass die matrifokale Lebensweise unserem natürlichen Sozialverhalten entspricht? Welche empirischen Daten liegen vor? Wie wurden sie erhoben? Offensichtlich sind dazu Langzeitstudien über mehrere Generationen erforderlich gewesen. Wie hoch war die Anzahl der Probanden? Wie erfolgte die Auswahl der Probanden angesichts der bedauerlichen Dominanz unnatürlichen Sozialverhaltens? Gibt es mehrere Studien, die unabhängig voneinander zum gleichen Ergebnis gekommen sind?

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          8. Ihnen muss frau aber auch alles vorkauen. Lesen Sie das Buch „Mütter und andere“ von Sarah Blaffer Hrdy. Auf S. 448 in Fußnote 20 schreibt sie: „Ich gehörte übrigens zu denjenigen, die schon frühzeitig davon überzeugt waren, dass Menschenaffen zur Patrilokalität neigten. Ich änderte meine Meinung im Verlauf der Arbeit an ‚Mutter Natur’.“’ Und im Haupttext: „ungeachtet dogmatischer Verlautbarungen, wonach Menschen für gewöhnlich ‚eine patrilokale Familienstruktur besitzen’, weil ‚Söhne in traditionellen Gesellschaften in der Nähe ihrer Familien bleiben, während Töchter fortziehen’, diese grundlegende Aussage über die menschliche Natur nicht von Daten über Menschen gestützt wird, die tatsächlich als Jäger-Sammler leben.“ (HRDY 2010, S. 336) “
            Naturwissenschaftlich lässt sich Matrifokalität mittels Isotopen-Analysen und Epigenetik nachweisen. Alles schon geschehen. Die Studien finden Sie auf Wahrscheinkontrolle, Spalte rechts.
            Glauben Sie was Sie wollen, aber es sprechen nun mal die Fakten gegen ein natürliches Patriarchat. Ich werde mich jetzt zurückziehen.

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          9. Sarah Blaffer heiratete 1972 Daniel Hrdy und heißt seitdem Sarah Blaffer Hrdy. Sie haben gemeinsam drei Kinder, die inzwischen erwachsen sind. Sarah Blaffer Hrdy lebt jetzt gemeinsam mit ihrem Mann in Kalifornien. Sie lebt somit wider die menschliche Natur.
            Durch Isotopenanalyse kann man feststellen, wo ein Mensch gelebt hat und wie er sich ernährt hat. Dadurch lassen sich auch Wanderungsbewegungen ablesen, durch die man unter Umständen auf Matrilokalität oder Patrilokalität schließen könnte. Matrifokalität lässt sich dadurch nicht feststellen.
            Im Hinblick auf die Epigenetik stellt sich die Frage nach dem Zusammenhang zwischen einer konkreten, abbildbaren Form der epigenetischen Genregulation mit beobachtetem matrifokalen Verhalten. Frau Blaffer Hrdy käme hierbei nur als Probandin einer nicht matrifokal lebenden Kontrollgruppe in Frage.

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          10. Ich glaube die Wahrscheinlichkeitskontrolle wollte nur die Autorin nennen, die sich mit den Wanderbewegungen beschäftigt hat und nicht ein Beispiel für ein Individuum nennen, welche tatsächlich im Matriarchat gelebt hat.

            Was ich mich frage, wieso es gegen die menschliche Natur sein sollte, wenn die Männer das Matrichart gestürzt haben? Wenn es wirklcih gegen die Natur wäre, dann hätten sich doch tatsächlich wieder Frauen dagegen erheben müssen, oder? Ich finde es gut, dass wir auf dem Weg der Gleichberechtrigung sind, auch wenn wir noch einige Meilen laufen müssen, aber ich möchte mich nicht aufgrund meiner Genitalien über oder unter jemanden einordnen lassen.

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          11. Meine Fragen zielten auf wissenschaftliche Studien, die bestätigen, dass die matrifokale Lebensweise die natürliche Lebensweise ist. Wahrscheinkontrolle gab mir hierzu nur einen Hinweis auf Blaffer Hrdys interessante Studien zur Matrilokalität, um die es in meinen Fragen aber nicht ging, und allgemeine Hinweise zu Isotopenanalyse und Epigenetik an sich. Offenbar sind keine wissenschaftlichen Studien bekannt, aus denen hervorgeht, dass die matrifokale Lebensweise die natürliche Lebensweise ist. Wahrscheinkontrolle hätte mir sonst mindestens eine nennen können.
            Als ich übrigens das erste Mal von Epigenetik erfuhr, dachte ich, Lyssenko wäre wieder auferstanden. Aber inzwischen finde ich das Thema interessant.

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          12. Meine allerletzten Worte hier…auch wenn ich wahrscheinlich viele hier noch folgende Denkfehler aus der matrifokalen Logik heraus korrigieren müsste. Wir leben nicht mehr matrifokal, weil wir vom kollektiven Stockholm-Syndrom befallen sind und aus Gewohnheit. Wir kooperieren aus Existenzangst. Das Patriarchat ist ein sich selbst perpetuierendes Entführungsverbrechen, das mit Gewalt und Gewalten am Leben gehalten wird, bis es sich selbst ausgerottet hat.
            Die Isotopen-Analyse kann Matrilokalität nachweisen und das ist bereits das Hauptmerkmal der Matrifokalität. Denn Matrilokalität führt automatisch zu Matrilinearität. Isotopenanalysen müssen dennoch mit Epigenetik kombiniert werden. Epigenetische Merkmale sind in diesem Fall äußerliche. (Nicht zu verwechseln mit der inneren Epigenetik, also das mit den Genschaltern) Ondontologie und Osteologie sind die entsprechenden Wissenschaften. aDNA-Untersuchungen sind schwierig, werden aber zunehmend perfekter. Die Genetik ist schon jetzt in der Lage Bevölkerungsbewegungen nachzuweisen und bestätigt zu 100% die Kurgan-These der Archäologin Marija Gimbutas und kann u.U. Verwandtschaftsverhältnisse in Gräbern klären.
            Matrifokalität ist kein Matriarchat, sondern akephal, egalitär und herrschaftsfrei, um alle Begriffe genannt zu haben. Wir sagen ja auch nicht, dass eine Mutter ein Kind beherrscht, weil sie es geboren hat. Es geht allein um lebenslange Fürsorge und Kooperation, und da war nun mal das Großmutter-Mutter-Tochter Kontinuum DIE Erfolgsgeschichte der Menschheit, für über 300.000 Jahre. Dieses uralte Bündnis zerschlagen nun seit gerade mal 8200 Jahren täglich aufs neue die Väter.
            Den Zuchtgedanken hat allein das Patriarchat ins Spiel gebracht, denn Zucht von Tieren, Pflanzen und auch Menschen ist der eigentliche Antrieb des Patriarchats. Wir müssen darüber reden, auch wenn es gruselig klingt, wie es Haimart hier bereits gesagt hat. Ich finde das auch nicht schön, aber es hat keinen Sinn und ist nicht zielführend, wenn wir da den Kopf in den Sand stecken, weil wir Sorge haben, damit in eine bestimmte Ecke geschoben zu werden. Der Biologismus ist auf der Seite des Patriarchats, und wir müssen unsere Biologie davon befreien und die Fakten offen legen. Der Biologismusvorwurf ist eine Täter-Opfer-Umkehr, ja Opfer-Bashing, beliebte Methoden, um jede Patriarchatskritik zu ersticken.
            Dass es diesen Blog hier gibt, ist der beste Beweis, dass immer wieder Menschen erkennen, dass wir im falschen Film leben. Er ist einer der vielen Hilfeschreie aus dem Verlies des Patriarchats. Wir merken alle früher oder später, dass etwas Grundsätzliches nicht stimmt. Ist der Leidensdruck groß genug, fangen wir an zu handeln. Es bringt aber nichts, diejenigen zu bekämpfen, die schon einen Schritt weiter sind. Wir können uns auf ihre Schultern stellen und schaffen dann vielleicht irgendwann den Sprung über die Mauer. Herzlichst.

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          13. Diese Untersuchungen werde ich mir bei Gelegenheit gern ansehen. Wie sich mit einer Isotopenanalyse das anchweisen lässt, ist für mich noch fragwürdig. Aber mit meinem studierten Fächern Chemie und Biologie bin ich genau die richtige um diese Behauptungen auf Logik zu überprüfen. Auch das Thema Epigenik ist äußerst interessant, auch wenn ich meine, dass wir nicht in diese abstrusen Zuchtgedanken fallen sollten. Schlussendlich sind wir Männer und Frauen und doch sind wir alles Menschen, die ohne Vater und ohne Mutter nicht wären.

            Liebe wahrscheinkontrolle, vielen Dank für den Austausch in die uns bisher unbekannte Welt des Feminismus. Falls du noch Fragen zu unserem Haimart Blog hast, kannst du diese ruhig stellen. Unsere Schwerpunkte sind #Ökologie, #Schule und #SozialeGerechtigkeit.

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