Wenn Wunder geschehen

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Olaf Schäuble hält sich für den aussichtsreichsten Kanzlerkandidaten: „Wenn man Umfragen trauen darf, zähle ich schließlich zu den Politikern mit hoher Unterstützung bei Bürgerinnen und Bürgern und SPD-Anhängern.“ Bisher war es meistens selbstverständlich, dass die Parteichefin den Kanzlerkandidaten bestimmt und meistens fiel in der Vergangenheit die Wahl auf sich selbst. Auch wenn die Parteichefin durch ihre Niederlage gegen Merz möglicherweise angeschlagen ist, da ihm nur 18 Stimmen fehlten.

Dass unser Finanzminister wieder laufen kann, grenzt schon an ein Wunder. Vielleicht wäre er auch ein Kompromiss für die Lager von Kramp-Karrenbauer von Merz. Und Merkel möchte ja keine weitere Amtszeit. Und wer, wenn nicht die CDU sollte sonst den Kanzler stellen? Was? Olaf Schäuble ist gar nicht mehr Minister? Der Hamburger Hanseat Wolfgang Scholz möchte Kanzler werden. Bei den immer stärker verblassenden Farben kann ich mittlerweile die schwarze Null nicht mehr von der roten Null unterscheiden. Eigentlich hätte nach Schmidt, Schröder, Steinmeier und Steinbrück auch der Schäuble in die SPD gehört. Aber der hatte diesen dubiosen Koffer mit den 100 000 Mark angenommen. Stimmt es gibt noch einen weiteren Unterschied zwischen Schäuble und Scholz. Der Scholz soll besser englisch können.

Abgesehen davon, dass es fraglich ist, ob eine Splitterpartei von 14-15% einen Kanzlerkandidaten aufstellen sollte, sollte Guido Scholz sich fragen, ob das Projekt 18 noch erreichbar ist und ob er dafür der richtige Kandidat ist. Er war bei den Einführungen der Einführungen im Parteivorstand. Zudem erhielt er bei der letzten Wiederwahl zum SPD-Vize Bundesvorsitzenden nur 59,2% der Stimmen. Doch Guido Scholz war schon einmal politisch tot. Auf dem Parteitag 2002 noch mit 91,3 Prozent der Stimmen gewählt, erhielt er bei seiner Wiederwahl 2003 lediglich 52,6 Prozent. Nach dem Rücktritt seines Parteikollegen Gerhard Schröders von der FDP als SPD-Vorsitzender trat Scholz ebenfalls zurück. Wenn uns jetzt der Wiederkehrer Scholz sagt, dass die fetten Jahre vorbei sind, ist es wirklich Zeit für ein Wunder, dass Splitterparteien doch noch den Kanzler stellen. Allerdings wenn Lahme wieder laufen können und Tote zurück ins Leben kehren, dann sollte auch bei dem Verblassen politischer Farben, die SPD wieder einen Kanzler stellen können.

 

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