Zur richtigen Zeit sabbern und knurren

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Seit 2006 die Sozialwissenschaftler die neue Unterschicht entdeckten, ist die Verwendung des Ausdrucks Unterschicht besonders bei Sozialdemokraten verpönt. Demnach gehören acht Prozent der Bevölkerung zu der abgehängten Unterschicht. Einige sind tief gefallen und andere sind gar nicht erst aufgestiegen. Doch gemeinsam haben sie, dass sie sich ihrer materiellen und kulturellen Armut abfinden. Neu an der Situation ist, dass nun auch die Mittelschicht der Druck und die Angst wachsen ebenfalls abzustürzen. Damit wird heute den mehr klar, dass wir in einem pyramidalen System, ähnlich einem Kartenhaus leben.

In der Physik ist der Druck p das Ergebnis einer senkrecht auf eine Fläche A einwirkenden Kraft F. Der Druck auf einer ebenen Fläche lässt sich mathematisch als Quotient aus F durch A beschreiben.

F sei die Kraft, welche die Etage an ihrem Platz hält, während A die genutzte Fläche des Hirns sein könnte. Kritiker könnten jetzt anmerken, dass das Hirn ein Volumen hat und keine Fläche, aber die spezielle Form des Hirns, mit ihren Sulci und Gyri, wird biologisch auch als Oberflächenvergrößerung geschrieben. Bleibt der Druck konstant, wird bei weniger Hirnnutzung ein kleinerer Druck benötigt, um das Kartenhaus stabil zu halten.

Wird der Druck zu groß wird die unterste Etage zerbersten. Sollte der Druck abnehmen, wird die unterste Etage nicht mehr an ihrem Platz gehalten und das ganze Kartenhaus stürzt ein. Im Sinne des Systems und der oberen Schichten ist es, dass das Kartenhaus stabil bleibt und möglichst wenig Störgrößen das System bedrohen.

Zwölf Jahre nach der Entdeckung der Unterschicht, hat die SPD in ihrem Debattencamp sich sogar einer möglichen Abschaffung von Hartz IV, dem Thema Grundeinkommen gewidmet. Dieses Grundeinkommen könnte dabei durchaus zu einem Problem für das System darstellen. Der Druck jede Arbeit anzunehmen sinkt. Laut einer Umfrage der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) würden nur 37% der Befragten ihr Arbeitsverhalten nicht ändern. Etwa die Hälfte würde weniger arbeiten oder gar eine andere Tätigkeit ausüben.

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Das könnte das ganze System zum Einsturz bringen. Die Menschen hätten plötzlich mehr Zeit und könnten ihr Hirn mehr nutzen. Das Gehirn ist wie ein Muskel. Wenn er stimuliert wird, wächst er. Wird es nicht benutzt, verkümmert es. Weil ein unbeschäftigtes Hirn sich immer Beschäftigung sucht, wird es durch mehr Zeit trainiert. Selbst dem Ausüben einer anderen Tätigkeit, die mehr Spaß bereitet, steigt die Bereitschaft sich nach der Arbeit noch mit komplexen Themen zu beschäftigen. Bei gleichzeitigem Abfall der Kraft durch weniger Ängste und Erhöhung der Hirnoberfläche würde der Druck deutlich sinken. Es würde nicht lange dauern bis die Menschen den Reichtum anderer hinterfragen, denn häufig werden Reichtum, Armut und der Bildungserfolg vererbt. Häufig basiert Reichtum nur auf der Armut anderer. Dies kann zum einen die eigene Bevölkerung sein, die für unter dem Mindestlohn Arbeiten verrichten müssen damit jemand anders Gewinne abschöpft oder das können auch andere Bürger in dritte Weltländern sein.

Auch wenn das Grundeinkommen von lästiger Arbeit befreien könnte, sind die Gefahren groß. Das ganze System des Kapitalismus könnte in Frage gestellt werden und wird daher nicht kommen, weil es eben den Druck p erheblich reduziert. Möglicherweise könnte ein Grundeinkommen auch zu einer Inflation führen. Besonders hart getroffen davon wäre die Mittelschicht, da die Unterschicht nichts hat, also auch nichts verlieren kann. Die Oberschicht hat Aktien, Immobilien, Firmenanteile und andere Vermögenswerte, welche bei einer Geldentwertung unangetastet blieben. Aber selbst die Senkung von Steuern könnte, die im Umlauf befinden Geldmenge erhöhen und damit eine Inflation herbeibeschwören. Von Steuersenkungen würden allerdings nur die Reichen profitieren, da die Armen eh kaum Steuern zahlen und bei einer Entsolidarisierung der Gesellschaft viel schärfer getroffen wären. Nur Reiche können sich einen armen Staat leisten. Sicherlich führt ein Grundeinkommen zu mehr Migration vergleichbar mit besserer medizinischer Versorgung oder besseren Bildungsmöglichkeiten. Aber sollten wir deshalb auf diese Errungenschaften verzichten? Statt jetzt die Kraft F durch soziale Kälte noch zu erhöhen, sollten wir eher selektieren, welche Einwanderer sich hier am besten integrieren können.

Bei zu großer sozialen Kälte wird irgendwann die Zweidrittelgesellschaft aus dem Gleichgewicht geraten und das Kartenhaus einstürzen. Schon jetzt befinden sich 8% der Bürger in so einer prekären Lage, dass sie jede Hoffnung des Aufstiegs verloren haben. Wenn ihre Zahl mehr wird, könnte sich das auch im politischen System widerspiegeln und unsere Demokratie gefährden.

Systemisch gedacht ist es am sinnvollsten, wenn der Druck weiter konstant bleibt. Oft reicht dazu nur das Gefühl der Freiheit aus: Die Medien müssen weiter durch ständiges Wiederholen das Problem der Massenarbeitslosigkeit individualisieren und mehr Wirtschaftlichkeit, Wachstum und Produktivität predigen, um unser Hirn zu konditionieren. Neurologisch betrachtet ist das Konditionieren die einfachste Form des Lernens und benötigt daher keine große Hirnoberfläche, dass sogar Tiere Verhaltensweise erlernen können. Nach dem pawlowschen Reflex sollen wir zur richtigen Zeit sabbern und knurren, wenn der Migrationspakt das Abendland zu Islamisieren droht.

 

52 Kommentare zu „Zur richtigen Zeit sabbern und knurren

Gib deinen ab

  1. Dem stimme ich gern zu. Allerdings bezweifele ich, dass die Mächtigen diese Entwicklung zu stimmen würden. Und ich habe die difuse Angst, dass unsere Gesellschaft zusammenbricht, wenn bei einem Grundeinkommen einige Jobs keiner mehr machen möchte. Es klingt jetzt so als ob ich die Sklaverei rechtfertigen möchte, aber ich kann in meiner Beschränktheit mir eine solche Gesellschaft nicht vorstellen.

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      1. Danke lieber Geno,
        das Thema (Bedingungsloses) Grundeinkommen ist ja schon länger als eine Dekade am Start. Ich kenne die Aussagen von Götz Werner, wie auch die von z.B. Prof. Hörmann.

        Was mich bei deiner Auflistung weiterer Groß-Unternehmens-Führer jedoch bekräftigt und auch bei deiner Aussage – ist mein Widerstand, daß wir weiter und mehr konsumieren müssen, können und sollen. Man kann auch sagen, daß die Konzerne nur ihren Absatz sichern möchten.

        Der andere wichtige Fakt, bevor er untergeht und das wiederhole ich gern: Der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein.Ist es so erstrebenswert, gar Ziel des Lebens, ein sorgloser Verbraucher zu sein, welcher sich in seinem „sorgenfreien“ Leben möglichst viel Konsumgüter „reinpfeift“???

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        1. Nein, der Mensch lebt nicht nur von Brot allein, aber erst kommt das Fressen und dann kommt die Moral.

          Du musst nicht möglichst viele Güter konsumieren, aber es braucht mehr als nur Brot zum Leben. Wenn du nur das notwendigste konsumieren möchtest, musst du selbst den Rechner ausstellen, weil unsere Diskussion nicht objektiv notwendig für dein Überleben ist.

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          1. ohh, das „geistige Manna“ ist so verdammt wichtig — und Leben, das sind Beziehungen, auch die hier über dieses Medium.
            Dies hier ist ein Planet der Fülle – wir dürfen hier mit Freude und Genuß leben und doch kommen wir, in unserer geistigen Weiterentwicklung an einen Punkt — wo wir „nicht mehr Müssen müssen“ und ich traue uns das absolut zu, wenn wir unseren Selbst-Wert gefunden haben und uns nicht mehr von Außen bestimmen lassen.

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      2. Klingt schon sinnvoll. Aber wie kann der Übergang von unserem jetzigen System stattfinden? Könnte nicht Inflation eine Folge sein? Während die Unterschicht nichts zu verlieren hat, sollte die MIttelschicht mit ihrem Geldvermögen zum Teil erheblich getroffen werden. Für die Oberschicht sollte es egal sein, da sie Immobilien- oder Aktienbesitz haben, der nicht betroffen ist.

        Gleichzeitig sehe ich die Gefahr der Migration. Wenn eben nicht alle Staaten mitmachen, dann würden die Menschen dahin gehen, wo es ihnen besser geht. Das würde zum einen zur Überlastung auf der einen Seite führen und gleichzeitig zur Verödung auf der anderen.

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      3. Vielen Dank. Ich habe mich jetzt selbst mal mit dem Thema auseinander gesetzt und es ist schwierig den Überblick zu behalten. Während einige Grundeinkommen sagen und Bürgergeld meinen, sagen die anderen Grundeinkommen und wollen jedem unabhängig seines Bedarfs 1000€ im Monat geben.
        haimart.wordpress.com/2018/12/04/mit-utopischen-ideen-rasant-in-die-dystopie/

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    1. Richtig, werte Haimart,

      hier wird es richtig spannend – denn dann hätten wir wahrlich einen freien Arbeitsmarkt, wenn keiner mehr Müllwerker, Putzfrau, Krankenpfleger sein möchte.
      So ein Wirtschafts-Liberaler müßte doch in die Hände spucken – vor Freude. Angebot und Nachfrage in Reinkultur, denn wenn keiner mehr denn Müll wegschaffen möchte, dann muß im freien Markt doch der Anreiz steigen – was in unserem heutigen Belohnungssystem heißt: 8.000 Brutto für den Müllwerker und vielleicht nur 1.500 für den Fond-„Futzi“.

      Auch ein alter wie logischer Hut – guckst du den alten Pispers hier:

      Alles Liebe,
      Raffa.

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      1. Sorry, das war nicht das von mir ins Auge gefaßte Video – geht aber auch in die Richtung. Leider finde ich nicht den paasenden Ausschnitt bei YT.

        Ergo hier der Wortlaut:

        „Stellen sie sich vor, morgen fallen alle Investment-Banker,
        Unternehmens-Berater und Aktienanalysten tot um. Oder morgen fallen
        alle Krankenschwestern, Polizisten, Feuerwehr-Leute und Altenpfleger
        tot um. Und dann überlegen sie kurz, was sie persönlich vermissen
        würden.“

        Bis neulich,
        Raffa.

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          1. Soso, du befaßt dich doch auch mit diesen „Dingen“ – ist das wahrlich Luxus?

            Ich persönlich habe kein eigenes Haus mehr, nur noch ein geliehenes Bett, war letzten Winter „auf Platte“ (von wegen Klimawandel), mich dürstet eher nach geistigem Manna und es ist gar nicht so schwer, den materiellen Konsum herunter zu fahren – hatte zudem wieder mein „ziviles Idealgewicht“.

            Du bezweifelst immer so viel, zumindest, was ich deinen Worten hier entnehmen kann, desweiteren lese ich von dir immer diese pessimistische Seite — selbst wenn, und ja, die Geschichte zeigt es, müssen wir weder die Flinte ins Korn schmeißen oder uns hängen lassen– das gleicht meiner Meinung nach eher der Selbst-Aufgabe als der Hingabe ans Leben – doch jeder hat auf diesem Planeten eine freie Wahl, einen freien Willen, was seine Haltung angeht.

            Voll der Hoffnung,
            Raffa.

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          2. Ja, ich empfinde es auch als Luxus dieser Sucht zu fröhnen. Auch ich hoffe im Kleinen vielleicht den einen oder anderen zu aufzuwecken.

            Du hast vollkommen Recht. Ich bin Pessimist. Aber dann werde ich nicht mehr vom Leben so stark enttäuscht. Das hat auch so seine Vorzüge. Was Politik angeht, würde ich schon sagen, dass ich vollkommen desillusioniert bin. Ich suche mein Glück lieber im Privaten. #Neobiedermeier

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          3. Ja und doch haust du ja reichlich Energie und Zeit in die Thematiken, die uns berühren, so oder so.
            Was hast du ergo davon, einfach nur pessimistisch zu sein. Man kann zum Einem die Dinge im Auge behalten, welche da auf uns zu rollen wollen — auch wenn wir sie eben nicht haben wollen. Doch kommt da nicht noch eine weitere Zusatzkraft, die uns pusht und hilft mit Mut selbst das Gute in die Welt zutragen??

            Bin mal ein ganz bescheuerter Brite mit megatiefem, schwarzen Humor: You better stop doing anything, may be, in the end, you start to stop yourself at all.

            Ergo Kopf hoch, Brust raus, Hirn und vorallem Herz an und die Berufung leben!

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          4. Was heißt wenn „ich mich politisiere“, was machst du, was passiert mit dir? – und klar, bei einer Heilkrise geht es einem erstmal schlecht; wo dann doch dieser Zustand ein intrinsischer Antrieb ist, „gas zu geben“.
            Ich habe auch des öfteren das Gefühl, daß es mich zerreißt, was ich jedoch feststelle, es „zieht“ nur so sehr, wie ich es vertrage… halt eine Herausforderung und gleichwohl der Weg in Erkenntnis UND Tat.

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          5. Ich stoße auf Ungerechtigkeiten, die schmerzen. Und je mehr ich darüber nachdenke, sehe ich, dass es nicht zu ändern ist. Grundeinkommen klingt erst einmal nach einer interessanten Geschichte, aber auch das hat schnell Schattenseiten.
            Erkenntnigweg und diesen dann auch in der Realität zu gehen erweist sich als tatsächlich schwer. Ich war tatsächlich mal in einer Partei, bin aber ausgetreten, weil sich dort nur einige Individuen profilieren wollten. Es ging schon auf untersten Ebene nicht um Lösungen von Problemen, sondern um Posten und Macht.

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          6. Respekt, ich brauchte zwei Partei-Austritte, um das zu schnallen… (nach dem „Enghom-Fall“ und nach Schröder)
            Hast mir diesbezüglich was vorraus! Wie war das jetzt mit der Potenzial-Nutzung und -Vernetzung? Selber machen und nicht gemacht werden!

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          7. Vernetzen ist ganz sinnvoll, allerdings endet das bei mir auch oft in Resignation.
            haimart.wordpress.com/2018/12/04/mit-utopischen-ideen-rasant-in-die-dystopie/

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          8. Hmm, welche Reihenfolge könnte eine Lösung für deine Brust und deine Seelen sein.
            Gehst du mit, wenn ich „postuliere“: wir sind geistige Wesen!
            und folgend, wie sehr sind wir an diese Welt gefesselt, was bindet uns?
            Was passiert, wenn der Geist frei ist und wir die Dinge dieser Welt erstmal loslassen?;
            folgend: Wenn wir uns oder auch mehr erkannt haben, was tun wir dann in dieser Welt… aus dem Geist heraus oder der Liebe vielleicht??

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          9. Ich stimme dir zu, dass wir geistige, also halbwegs intelligente, Wesen sind. Obgleich wir aus Atomen, die wie Legosteine zusammen gesetzt sind, können wir darüber nachdenken. Dennoch sind wir an diese Atome gebunden.
            Ich denke, dass es nur begrenzt der Dinge dieser Welt zu entsagen, da wir eben selbst ein Ding sind. Wir können höchstens auf unnötige Dinge zu verzichten und versuchen möglichst frei zu werden. Aber eine völlige Freiheit wird wohl nie erreicht. Doch wenn wir verzichten können wir uns versuchen auf das zu fokussieren, was von Bedeutung ist. Das kann Liebe sein. Aber der Weg ist hart und nicht jeder möchte ihn gehen. Und dann bist du schnell bei unbehaglicher unerwiderter Liebe.

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          10. Du bist ja hartnäckig!; wie fatal, daß ich auch so ein Sturrkopp bin –
            Ich kann nicht, wir können nicht – bis einer kam, der das nicht wußte und es einfach machte… entsinnst du dich an die Kinder bei Matrix, welchge bei der Wahrsagerin waren…
            Liebe bedarf nicht der Erwiderung – Liebe ist.
            Verzeih mir, wer bin ich auch, doch laß dich einladen, probier es mit dem ersten Schritt…

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          11. Nur einseitige Liebe machr schon unglücklich auf Dauer. Habe den Matrixfilm nicht wirklich gesehen. Die ersten Minuten haben mich nicht gefesselt, Da habe ich es lieber ausgemacht.

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      2. Das wäre eine interessante Welt. Doch ich denke, dass eben diese Futzis nicht wollen, dass ihr Ansehen und ihr Gehalt so stark beschnitten würde. Sie sind interessiert, dass der Druck konstant bleibt. A soll auf keinen Umständen wachsen-
        p=F/A

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        1. Die Wirtschaftsgeschichte zeigt aber eben auch, daß das Gebäude nicht immer stehen bleibt – was dann einwirkt, nennt sich Depression und fließt dann auch in verschiedene Lebensbereiche.
          Wenn wir immer nur das Althergebrachte festhalten oder verteidigen, dann na klar, sind selbst unsere Haustiere schlauer und intelligenter. Hast du eigentlich meinen Senf bezüglich dem „Stockholm-Syndrom“ gelesen.

          Ich bin anderes herum ganz bei dir, es darf und muß einen „Wechsel“ geben und auch eine Bewußtseins-Veränderung – da reicht es nicht vor dem Rechner zu sitzen, jedoch ist das ein Anfang – zum Austausch von Ideen und Impulsen und auch um ein kleines Netzwerk zu starten…

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          1. Ich habe deinen Artikel gelesen und stimme zu, dass wir Gefangene des Systems sind. Trotzdem halte ich an den Grundregeln fest. Mir ist noch nicht ganz klar, inwiefern die Anarchie funktionieren soll, von der du schwärmst. Es gibt meiner Meinung nach einige Staatsaufgaben, die dann nicht so gut ausgeführt werden könnten.

            Dazu gehört zum Einen der Umweltschutz und die Infrastrukur. (Straßen, Krankenhäuser, Schulen) Ich finde das System, in dem wir leben nicht gut, aber ich befürchte, dass es noch deutlich schlechter werden könnte.

            Wie möchtest du den Bewusstseinswechsel erreichen? Wie kannst du ausschließen, dass der Neid dann ganz neue Bahnen bricht und, dass wir nicht im totalen Chaos versinken?

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  2. Danke für den „strammen“ Denkansatz und die Vertiefung der Thematik.
    Beim „bedingungslosen Grundeinkommen“ bekomme ich allerdings auch Magenschmerzen, denn zuzüglich der hier genannten „Risiken“ frage ich mich, wie denn dieses Einkommen erkauft wird/werden könnte – Beschneidung der geistigen Freiheit, der persönlichen Freiheit… keine Ahnung, was die ausbeutenden Gleichmacher da noch in Petto haben oder durch die Hintertür rein schieben. Kann es nicht genau verifizieren, werde doch sehr an ein Trojanisches Pferd erinnert.

    Die Ausführungen zu dem fehlenden oder nachlassenden Druck hören sich doch ganz gut an, jedoch und wahrscheinlich nicht für die, welche die Kontrolle über Märkte, Ressourcen und Meinungen inne haben – könnte es doch wahrlich in Vielfalt, Reichtum (geistig wie materiell) und Freude „enden“… und nicht in Knappheit, mit der man doch wunderbar die Masse knechten und kontrollieren kann.

    Schaun wir mal, welche Arten von Druck dafür sorgen, daß es in den Hirnen klick macht
    und zudem die Herzen öffnet.

    Liebe Grüße,
    Raffa.

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    1. Ich bin auch noch nicht ganz vom Grundeinkommen überzeugt. Allerdings macht mir die wachsende Ungerechtigkeit Sorgen. Wenn sie weiter wächst, wird irgendwann der Druck zu groß und unser politisches System bekommt einen Erdrutsch. Schon jetzt gewinnt die AfD an Einfluss und sollten sie ihr Parteiprogramm umsetzen, wird die Lage nur noch angespannter.
      https://haimart.wordpress.com/2018/10/25/warum-die-afd-keine-alternative-fuer-deutschland-sein-sollte/

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      1. Die AfD ist leider auch nur eine System-Partei, ähnlich der NPD, die ja auch eine Gründung des MI 5/6 und der Briten ist. Ergo, diesbezüglich, daß das Partei-Programm der AfD „gefährlich“ ist…
        Ach, die Partei-Programme der Parteien, eine Lachnummer, ein Feigenblatt und wie sagte schon die FDJ-Mutti für Agitation (aus meinem Gedächtnis-Protokoll): Das, was wir (Parteien) vor der Wahl versprechen, muß nicht zwangsläufig nach der Wahl umgesetzt werden…
        Ich hatte dir, auf deiner Seite, schon geschrieben, wer nicht gegen das Zins/Geld/Banken-System aufgestellt ist, ist keine Alternative… ansonsten können wir wählen zwischen der Barmer EK, der AOK, der Techniker etc. – auch da gibt es nicht wirklich Alternativen, maximal Linderung, jedoch keineswegs Heilung …

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      1. Die Finanzierung ist nicht das Problem – es gibt ausreichend zum Überleben, zu einem freudvollen Leben auf diesem Planeten – die Frage ist, wie bedingungslos ist dieses Einkommen und wer bestimmt, was bedingungslos denn sein kann…

        Zum Anderen, der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein – eine biblische Wahr- und Weisheit – vielleicht dürfen wir die Werte, die geistigen, auf diesem Planeten endlich mal verschieben. Und das in eine Richtung, wo alle auf dem Planeten mitreden können. Denn der „Kompaß“ ist unbestechlich und überall gleich…

        Lieben Dank für deine Worte,
        Raffa.

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