Großdeutschland den Großkapitalisten!

skyscraper-3184798_1920Wie erklärt die SPD der Bevölkerung, dass Geld für illegale Zuwanderung ist, nicht aber für unsere Rentner? Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist […] die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und [sie] gewinnen. Und sie zwingen uns einen Zweifrontenkrieg auf, den wir nur verlieren können. Auf der einen Seite sind die Populisten, welche jede politische Debatte mit ihren Lügen vergiften. Für den Normalbürger wird es immer schwerer zwischen Propaganda und Nachrichten zu unterscheiden. Richtig ist, dass uns die sogenannte Flüchtlingskrise, der letzte Ausbruch unserer neoliberalen Humanität, uns bis 2022 etwa 78 Milliarden Euro kosten wird. Gleichzeitig feiert sich die SPD über den Kompromiss, dass das Rentenniveau bis 2025 nicht weiter als auf 48% sinkt. Es sei das größte sozialpolitische Verbesserungspaket seit vielen Jahren. Auch die Ergebnisse des Wohngipfels fallen wegen Geldmangels bescheiden aus. Der deutsche Staat nimmt 5 Milliarden Euro in die Hand um den sozialen Wohnbau zu fördern. Der Staat sollte endlich selbst Vermieter werden und so direkt eine wirklich effektive Mietpreisbremse schaffen. Wer möchte schon Geld investieren um mehr Wohnungen zu bauen, wenn gerade ein Mangel an diesen die alten Immobilien nur noch mehr verteuern? Geld ausgeben um dann weniger Geld zu haben?

Also sind die Flüchtlinge an allem schuld. Erst verursachen die Flüchtlinge so hohe Kosten, sodass der Staat kein Geld mehr für uns Deutsche und sozialen Wohnungsbau hat und dann verschärfen sie willentlich noch die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt. Es ist natürlich leicht einen schwachen Sündenbock zu finden. Aber es ist gerade die EU, die maßgeblich zur Armut in Afrika beiträgt. Natürlich könnte ein Zyniker jetzt zwischen Wirtschaftsflüchtlingen und Kriegsflüchtlingen unterscheiden. Auf der einen Seite haben wir Menschen, die nicht verhungern wollen und auf der anderen Seite Menschen, die nicht erschossen werden möchten. Solche Scheindebatten vernebeln unsere Demokratie. Längst surft die AfD auf der Flüchtlingswelle und treibt die Altparteien vor sich her. Während über die Flüchtlingskrise gehetzt wird und Einzelfälle für die politischen Zwecke instrumentalisiert und mit Propaganda garniert wird, ist das einfache Volk zu abgelenkt um den Krieg gegen die Klasse der Reichen zu bemerken. Es wäre genug Geld für soziale Gerechtigkeit und Flüchtlinge da. Die letzte Bankenkrise im Jahr 2007 hatte dem deutschen Steuerzahler etwa 70 Milliarden Euro gekostet. Das entspricht etwa dem Betrag der Kosten für die Flüchtlinge. Banker, die maßlos zockten und kauften selbst für sie undurchsichtige Unwertpapiere.

Insbesondere in den USA wurden geforderten Sicherheiten mit Förderung der Politik immer weiter heruntergeschraubt. Diese hochriskanten Kredite wurden dann an der Börse verkauft und zu sehr komplexen Finanzprodukten gebündelt, aufgeteilt und wieder gebündelt. Gleichzeitig motivierte Gier die Banker, den sie bekommen mehr Boni für mehr Käufe. Doch haften müssen sie nicht. Die Ratingagenturen, welche eigentlich diese Unwertpapiere überprüfen sollten, wurden ausgerechnet von diesen Banken bezahlt. Wer pisst schon gern gegen den eigenen Karren? Und auch die Politik hat wenig Interesse einzuschreiten, da die aufblähende Blase zunächst gut für Weltwirtschaft ist; bis sie platzt. Die Banken sind systemrelevant. Sie sind zu groß zum Fallen. Ihre Rettung alternativlos. Diese Zusammenhänge sind viel zu komplex. Wer will schon wissen, dass wir heute wieder genau die gleichen Ausgangspunkte für eine neue Bankenkrise haben?

Lasst uns lieber über Ausländer hetzen. Oder gegen diese Pleitegriechen. Der IWF hatte den Griechen ein erhöhtes Sparprogramm und Privatisierungen verordnet. An Brünings Sparpolitik in der Weimarer Republik konnten wir eindrucksvoll den Aufstieg von Populisten sehen. Und auch die Privatisierungen bringen deutlich weniger Geld als erwartet. Es profitieren dann wieder die Reichen, welche dem Staat die lukrativen Geschäfte nehmen und dann mit Häme spotten, dass dieser nicht mit Geld umgehen kann. Doch das ist alles nur die eine Front.

Als zweite Front plündern die Reichen mit dubiosen Cum-Ex Geschäften unsere Steuerkasse. Dabei empfinden sie keine Scham, da es der Staat ihnen ja ermöglicht hat. Demnach könnte ein jeder auch jedes nicht abgeschlossene Auto plündern und sich dann im Recht fühlen. Der deutsche Staat allein hat in den letzten Jahren knapp 32 Milliarden Euro damit verloren. Aber die Räuber konnten auch durch das Bankengeheimnis gedeckt unsere europäischen Nachbarn überfallen. Nach dem der deutsche Staat diese Betrügereien endlich durchschaut hat, wurde er genau von diesem Banden beraten, wie die Löcher zu schließen seien. Dabei wurde aber bewusst eine Tür offengelassen. Das Prinzip ist einfach: In einem geheimen Netzwerk erschleichen sich Investoren Ansprüche auf Rückerstattung von Steuern durch Leerverkäufe.

Vernebeln und Plündern.

Warum ist eigentlich kein Geld für unsere Rente da?

Die AfD präsentiert sich als Schützer des kleinen Mannes. Warum ist kein Geld für die Rentner da? Aus ihrer Parteispitze haben viele studiert. Eine ist adlig. In ihrem Wahlprogramm offenbaren sie uns aber ihr wahres Gesicht. Sie möchte die Erbschaftssteuer abschaffen.  Dabei gibt es schon heute Freibeträge bis 500 000€ für Ehegatten und 400 000€ für Kinder bzw 200 000€ für Enkelkinder. Das spielt genau denen in die Hände, die Unsummen haben zum Vererben. Gleichzeitig sollen Steuern nach Steuerstufen bezahlt werden. Es soll ein einfacheres, gerechteres und besseres Steuersystem geben. Warum sagen, dass der deutsche Staat mit der Griechenlandkrise 2,9 Milliarden Euro Zinseinnahmen machen konnte, wenn man sagen kann, dass Deutschland der Zahlmeister der EU ist und diese augenblicklich verlassen müsse. Mit anderen Worten die Afd ist eine FDP mit Fremdenhass. Es bleibt also mehr als fraglich, wieso es der Unterschicht besser gehen sollte, wenn das rechte neoliberale Gesindel unser Haus der Demokratie mit Molotow-Cocktails befeuert Irgenwann sogar den Kanzler stellt. Deutschland den Großkapitalisten!

 

21 Kommentare zu „Großdeutschland den Großkapitalisten!

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  1. Sehr sehr sehr gut. Glasklar und konsequent.

    Getroffen.

    Die Kosten für die Migration sind jedoch als Umsatz schon wieder im Umlauf: hier haben Unternehmen Geld verdient. Naja. Bekommen.

    Die Cum-Ex-„Erträge“ wurden vermutlichst in neue Spekulations- und Betrugsgeschäfte geleitet.
    Wahrscheinlichkeit: 99%.

    Gefällt 1 Person

    1. Oder die Erträge wurden in Luxusartikel investiert. Ich empfehle den Beitrag von der ARD um mal in die Gedankenwelt eines Großkapitalisten abzutauchen. Was ich mich dabei frage, ist ober der Kronzeuge tatsächlich bereut, was er getan hat oder das nur gesagt hat um mildenerne Umstände zu bekommen. Aber es ist schon sehr ruhig um #CumEx geworden. Muss wohl mal wieder ne neue Sau durchs Dorf getrieben werden.
      https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2018/Jahrhundertcoup-Angriff-auf-Europas-Steuerzahler,cumexfiles104.html

      Liken

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