Aufstehen, hinlegen oder doch einen Marathon laufen?

robot-3010309_1920.jpgIch hatte einige Zeit überlegt, ob ich nicht mal selbst bei #aufstehen mitmachen sollte. Vielleicht an vorderster Front einen Marathon für die Gerechtigkeit laufen. Dann habe ich mir aber wieder überlegt, dass ich mich lieber #wiederhinlegen sollte.

Ich habe zwar im Moment viel Zeit, aber ich bin nur begrenzt belastbar. In einem Land, in dem der VerfassungSSchutz nicht die Verfassung schützt und nach mehreren Fehlern der Präsident nicht mehr in seinem Amt zu halten ist und als Konsequenz noch befördert wird, wie sollte es jemals möglich sein den Sumpf der Ignoranz trocken zu legen? Das politische System bröckelt und das Gewicht verlagert sich von der Mitte zu den Flügeln. Es gab eine Zeit, in der auch ich politisch aktiv war, aber das schwule Gendern war mir zu heterosexuell. Menschen, die andere Menschen in Geschlechterrollen drängen und mit ihrer Sprache ständig den Unterschied zwischen Männern, Frauen und Anderen zementieren, sind nichts anderes als stupide Sexisten. Antatt zu diskutieren, ob es Ausbeuter, Großkapitalist*innen oder Unternehmer_innen mit einer flexiblen Moral sind, sollten wir uns lieber die Systemfrage stellen. In einem Land, in dem der Verfassungsschutz der Verfassung trotzt und Pleitebanken mit unseren Steuergeldern spekulieren, wer will noch in einem solchen Land leben? Und dann kommt wieder die Gewissheit, dass ich zu klein als gescheiterte Leererin bin um etwas zu bewirken. Und dann sage ich meinen Freunden, warum soll ich mich noch darüber aufregen? Sollte ich nicht lieber mein Leben genießen, solange das Arbeitsamt mich in Ruhe lässt und mich auf meine Arbeitslosigkeit konzentrieren? Vielleicht die 80. Bewerbung schreiben? Vielleicht mich doch neu zu erfinden? Und dann kommt die Gewissheit: Meine Gedanken drehen sich im Kreis und die Partei das System hat immer recht. Ich frage mich mittlerweile, wieso bin ich nicht drogenabhängig? Wie kann ich bei solchen Gedanken noch nüchtern bleiben?

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